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FIGARO KLUB BAVARIA

 Das FkA– Oldtimerjahr 2017

 

JANUAR

Das Oldtimerjahr begann ganz ohne Oldies mit der Winterfahrt Prag vom 29. Januar bis 1. Februar. Hinfahrt im Konvoi mit Besuch der leider geschlossenen Burg Karlsteijn  zum Hotel Bishops Palace (biskupsky dum)m einem sehr angenehmen Hotel an der Karlsbrücke. Abendessen in der Blauen Ente II in der Altstadt – Ente gut, alles gut. Montag eine sehr gute Führung durch die Altstadt mit anschließendem Mittagessen in einer urigen Brauerei. Dann Besuch des Mucha Museums und freies Bummeln in der Altstadt – dann kam der Schnee. Deshalb das Abendessen in direkter Nähe, aber überaus gut. Am  Dienstag dann bergauf gerutscht zum Hradschin mit einem Konzert und schönen Räumen und Kirchen. Abendessen in der Blauen Ente I, ein tolles Abendessen. Mittwoch noch Besuch des Technischen Museums mit tollen Exponaten und dann heimwärts. Ein schöner wenn auch eisiger Start in die Saison.

FEBRUAR

helmut hat am 24.Februar eine tolle Besichtigung im BMW-Werk für den FkA organisiert, die auch sehr gut angenommen wurde. Was wir sahen, war ein immenser Aufwand bei der Herstellung und sehr wenige Menschen. Eindrucksvoll und interessant, aber ich fand das Morgan Werk in Malvern Link besser.

MÄRZ

Die Retro Klassik Stuttgart stand am 3. März auf dem Programm, die erste große Messe dieses Jahr. Und wenn es auch fast nicht möglich war, dieses Jahr gab es noch mehr 911er und R 107 wie letztes Jahr. Gefühlt machten sie zwei Drittel des Angebots aus. Daneben diesmal sehr viele Maserati, und einige nette Exoten, aber keinen einzigen Jaguar XK 150 zum Probesitzen. Über die Preise brauchen wir nicht mehr zu schreiben, es reichte von irreal bis komplett schizophren. Allerdings gab es auch ziemlich wenig Verkauft-Schilder. Leider auch nicht an unserem Alvis TB 21, der bei Mirbach schön im Mittelpunkt stand. Viel gesehen für einen Tag, aber nichts gefunden oder gekauft.

APRIL

Die Techno Classica Essen wurde am 6.April heimgesucht und der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Auch dieses Mal gab es wieder eine große Anzahl absoluter Exoten zu bestaunen, die man sonst nirgendwo findet. Unser Favorit war ein Bugatti 57 in einer Karosserie von Figoni & Falaschi, aber insgesamt zu Viele Sahnestückchen, um sie aufzulisten. Natürlich ein riesiges Angebot an 911er und 107er, aber dort wie überall sehr wenige Verkauft-Schilder. Dies kann natürlich an den Preisen liegen, sie reichten von optimistisch bis irreal. Ein Mini Moke für € 68.000,- oder ein Aston DB 6 Cabrio für 2.3 Mio sind  einfach Utopie. Ein Händler beklagte sich deshalb über die absurde Preisentwicklung. Wenn irgendwo auf der Welt zwei durchgeknallte Bieter ein Modell weit über den Marktwert steigern, glaubt jeder Besitzer eines solchen Modells, dies sei seine Grotte auch mindestens wert und verlangt damit einen Preis, der am normalen Markt nicht erzielbar ist. Als Händler ist er aber auf Komissionsware angewiesen, also entweder zeigt er einen leeren Stand oder nimmt die überteuerten Modelle an in der Hoffnung, dass bei einem marktgerechten Gebot der Besitzer zustimmt. Aber die Käufer halten sich momentan zurück und warten einen Einbruch, die Spekulanten haben sich schon eingedeckt und versuchen auch jetzt schon zu kapitalisieren. Er meinte, diese Situation endet in seiner Insolvenz, wenn sich nicht bald etwas ändert. Der Rest war ein schönes Abendmahl im Parkhaus Hügel und eine entspannte Heimfahrt. Und natürlich haben wir in Essen etwas erstanden, was wir schon ewig suchen und nur dort gefunden haben, Eine Filzhülle für die Parkscheibe mit einem gestickten Mini in Rot. Ja, es hat sich gelohnt.

 

Dann organisierte helmut eine Führung bei der Oldtimersparte von BMW, die auch schnell ausgebucht war. Sehr gute Führung, zuerst waren die historischen Gebäude das Thema, dann ging es in die heiligen Hallen zu den Fahrzeugen. Ein weiteres Highlight vor der  ersten Ausfahrt.

 

Unsere Ostereiersuchfahrt am 17. April war wieder ein netter Beginn der Saison. Wir trafen uns am Schloss Oberschleißheim, dann ging es bei mäßigem Aprilwetter bis zur Gollingkreuther Eiche zur ersten Baileys-Pause des Jahres. Nächster Halt war das Wasserschloss Grünau, wo allerdings ein Mittelalterfest statt fand. Den Eintritt von € 7,- für 20 Minuten sparten wir uns, aber das Highlight konnten wir trotzdem sehen, ein wasserlassendes Kamel, in die Dinger passt wirklich eine Menge rein. Es ging dann weiter bis zum Ziel, dem Klosterbräu in Bergen. Schön gedeckte Tafel und feine Speisen erwarteten uns. Danach fuhr man gesättigt und zufrieden heimwärts bei leichten Regenschauern unterwegs. Wer über das Aprilwetter schimpfte, konnte am nächsten Tag dann durch 5 Zentimeter Neuschnee stapfen. Also Glück gehabt.

MAI

Die erste mehrtägige Ausfahrt war vom 30. April bis zum 3. Mai die WIM-TOUR, Start im Landhauscafé in Wolfratshausen wo sich barry im Porsche 928, helmut im BMW M 635, harald im Benz, fritz im Porsche 911 und wir im MG C trafen. Nach unserem Frühstück auf der sonnigen Terrasse ging es auf einer schönen Strecke weiter. In Schaftlach kamen wir zufällig zum Leonardiritt mit gewaltigen Kaltblütern und anschließendem Slalom durch ebensolche Haufen. Kotflügel bekamen ihre wörtliche Daseinsberechtigung. Mittag beim Gockelwirt, es war Sonntag, es war schönes Wetter und dementsprechend proppevoll. Zum Glück war reserviert, aber der Zeitplan ging in die Knie. Kein Problem, dann eben die nächste Führung im Schloss Amerang. Beim jetzt vierten Anlauf des FkA hat es endlich geklappt das Privatschloss zu besichtigen, Sogar der verarmte Schlossherr von und zu Crailsheim huschte durch den Innenhof. Führung gut und interessant, Ausstattung eher marode und spärlich. Dann ging es weiter zur Traumschmiede, mit 9.6 Punkten waren die Erwartungen groß. Unterneukirchen eher ein gepflegtes Gewerbegebiet, die Umgebung leicht trostlos. Das Hotel modern in Richtung Minimalismus, aber Service sehr freundlich, die Zimmer sehr sauber und der Aperol auf der Terrasse gut und günstig. Abendessen nebenan in der Schmiede, 4 Gänge reichlich und schmackhaft. Alles sehr gut, daher also die Bewertungen. Am Montag dann ein kurzes Stück nach Altötting, direkt am Kappellenplatz eingeparkt. Sehr schönes Ensemble, relativ wenig Krimskrams für einen Wallfahrtsort. Da bin ich von Lourdes Schlimmeres gewöhnt. Zwischen zwei Messen quetschten wir uns sogar in die Gnadenkapelle zur schwarzen Madonna, sehr eindrucksvoll. Nach einem Kaffee am Platz dann quer durch den Chiemgau nach Gstadt zum Schiff zur Fraueninsel. Dort gleich zum Mittag beim Lindenwirt. Schöner windgeschützter Platz auf der Terrasse und leckerer Chiemseefisch. Dann wurde die gesamte Insel umrundet – geruhsam und sehr schön. Aber es zogen dunkle Wolken auf, also zurück zum Hotel, begleitet von den einzigen Regenschauern dieser Fahrt. Dort wieder ein feines Abendessen und dann zur Fettverbrennung in die eigene Bowlingbahn. Mit viel Spaß wurde eine neue Version erfunden, das FkA-Bande-Bowling. Nur die Decke traf Keiner, eher Zufall. Am Dienstag dann die erste Etappe zum Museum Traumwerk von H.P. Porsche in Anger. Super modernes Gebäude auf freiem Feld. Zuerst ein paar Autos, Porsche natürlich und seltene Teile wie ein 918 Spider. dann in die erste Etage zu jeder Menge Blechspielzeug, eine wahrlich riesige Sammlung. Noch imposanter aber die Modelleisenbahn mit einigen 100 Qm und Tag/Nacht Simulation. Die Detailverliebtheit machte sprachlos und wir hängten eine halbe Stunde zusätzlich dran. Dann die Strecke  über die schöne Brücke in Lauffen hinein nach Österreich. Mittag in einem gut bürgerlichen Lokal. Dann zur einzigen Enttäuschung der Fahrt, nach Braunau. Die Glockengießerei entgegen der Angaben im Internet geschlossen, die Einheimischen muffig bis grantig und der Kaffee auch schlecht. Also weiter, am Inn entlang bis Burghausen. Einige gingen die Burg ansehen, wir machten eine Baileypause mit Blick auf dieselbe. Im Hotel dann wieder vollgemampft und abgehängt. Am Mittwoch ging es dann zurück, auch hier hat der Computer eine schöne Strecke ausgewählt, ein schneller Kaffee zwischendurch und dann nach Anzing zu Mirbach/Schüttenbach. Schöne Autos zum anschauen, aber inflationäre Preise. Aber auch die Werkstatt war sehenswert mit einer schönen Erkenntnis, auch an Millionenobjekte muss geschraubt werden. In der Post in Anzing dann ein letztes Mittagessen und man fuhr entspannt nach Hause. Fazit: noch weniger Stress wäre Lethargie – schöner Start in die Oldiesaison.

Am 25. bis 28. Mai folgte dann die Figaro-Rallye Bodensee Treffpunkt war das Seehaus Schreyegg am Ammersee bei schönster Sonne. Von dort aus ging es auf verschlungenen Wegen in das Bauernhof Museum Illerbeuren zum Mittagessen, dann ging es nach Kißlegg zum Neuen Schloss und einer Kaffeepause in einem Biergarten. Die Fahrt führte uns über einen Waldweg zu einenm kleinen See voller Seerosen, ein märchenhafter Ort. Tagesziel war das Hotel Knoblauch in Friedrichshafen, gut bürgerlich mit Abendessen auf der Terrasse. Am Freitag dann leicht verstaut zur Fähre nach Meersburg, übder den Bodensee weiter ans andere Ufer zur Insel Mainau. Immer wieder ein floraler Hochgenuss – auch bei einem Massenansturm wegen der Brückentage. Es gab dafür auch noch eine Gartenmesse und der Figaro wurde mit reichlich Knollen und Wurzelwerk beladen. Danach ging es nach Konstanz um die Altstadt zu besichtigen. Aber trotz einer vollen Stunde Suche fanden wir keinen Parkplatz. Frustriert wieder auf die Fähre nach Meersburg, als Ersatz nach Uhldingen zu den berühmten Pfahlbauren. Hier waren wir fast alleine und es gab auch ein schönes Terrassencafé. Danach wieder auf kleineren Wegen zum Hotel. Am Samstag fuhren wir wieder nach Uhldingen zum neu eröffneten Oldtimer und Traktormuseum. Ein wirklich sehenswertes Museum mit einer überaus liebevollen Präsentation. Weiter ging es übder die Haldenhof Bergrennstrecke zum feinen Mittagsmahl auf der Terrasse des Fischerhaus in Bodman. Danach führte der Weg uns zum Schloß Messkirch mit einem kleinen Oldtimermuseum und in der menschenleeren Altstadt in ein gepflegtes Lokal. Die überfüllte Bundesstrasse am See entlang wurde vermieden und wir kamen ohne einen Stau wieder zum Hotel. Am Sonntag ging es zuerst nach Meersburg zu einer Besichtigung der alten Burg und einem Stadtbummel. Danach ging es heimwärts mit einem Stop in der Katzbrui Mühle in Apfeldorf. Fazit: ein perfektes Wetter, ein schönes Programm. Dass es an diesem Termin überall cvoll sein würde, wussten wir, aber das es in Konstanz keinen einzigen Parkplatz gab, ahnte niemand.   

JUNI

Am 7. bis 11. Juni ging es ins Weinviertel zur NÖ-Fahrt des AVCA, eine reine Vorkriegsfahrt. Standort war das Hotel Althof in Retz, ein schönes historisches Gebäude mit allem Luxus. Hinfahrt per Trailer kein Problem, wie im letzten Jahr eine sehr familiäre Stimmung, gutes Essen und Wein im Überfluß. Die Landschaft dort ist einmalig und es gibt kaum Verkehr. Alle Oldies vom FkA liefen wie geschmiert, es war eine sehr entspannte, angenehme Ausfahrt.

 

Die längste Fahrt des Jahres war die SUF-Tour NL vom 25. Juni bis 4. Juli.  Am Sonntag eine herrliche Fahrt durch die Eifel, am Nürburgring entlang bis zum Starthotel, dem Seehof. Riesiger Parkplatz, jürgen war schon da mit seiner Pagode, von Stuttgart war es gar nicht so weit. Auch helmut war schon da mit Porsche 911. Den brauchten wir auch, den Barry lag keine 3 Km vor dem Hotel bei einer Tankstelle fest, der Anlasser muckte. Also hin und den 928er kurz angeschoben. Als letzter kam dann fritz im Jaguar XK an, danach versammelte sich die komplette Truppe auf der Terrasse und später am nett gedeckten Tisch. Am Montag dann zuerst durch ein Naturpark, dann hinein nach Belgien. Kerzengerade Strassen und leicht morbide bis mausetote Orte. Aber Benzin recht günstig, fast Alle haben getankt. Erstes Ziel war die Abtei Postel mit netter Wirtschaft und einem echt leckeren Bier. Aber auch die Abtei sehenswert. Weiter nach Baarle-Hartog hinein in die Niederlande. Erster Eindruck sehr positiv, sauber und mit tollen Strassen. Wären da nicht die Drempels, kleine Betonhügel auf den Strassen als Ersatz für fehlende Berge. Noch nerviger die Obstakels, kleine Blumenbeete die aus einer breiten Strasse eine Schikane machen. Anscheinend gibt es einen Wettstreit, wer die meisten Obstakels hintereinander hat, unser Favorit war Somersdijk mit 11 Stück auf 2 Km. Die Fahrt ging dann zum Kasteel Bovigne mit leicht vertrockneten Gärten und zur ersten Stadtbesichtigung nach Breda. Dann weiter nach Willemstad zum Hotel Trusten für 4 Nächte. Ein Glücksgriff, die Zimmer groß und individuell eingerichtet, die Besitzer super freundlich und für die Autos gab es reservierte Plätze. Der Ort putzig, mit Windmühle und kleinem Hafen. Dort gab es dann auch das erste holländische Abendmahl, direkt an der Mole umgeben von drei Seiten Wasser. Man fühlte sich wie auf einem Schiff. Das Menue ein Gedicht, die Preise angemessen und die Stimmung toll – was will man mehr.....

Dienstag nach einem feinen holländischen Frühstück auf ans Meer. Man hätte es auch sehen können, den kein Berg oder Hügel verdeckte die Sicht. Allerdings waren wir unterhalb des Meeresspiegels wie die Hälfte der Niederlande. Erster Halt an einem Trammuseum – gesloten. Dabei hatte ich extra bei dem Kaaskop angerufen und nachgefragt. Immerhin war gegenüber ein nettes Café direkt am Meer - auch gesloten aber auf der Terrasse gab es den ersten Baileys der Fahrt. Dann ging es über die Deiche des Deltaprojekts zum Mittagessen in der Pannekoeken-Molen. Mehr Holland geht gar nicht, schön in der Sonne sitzend alle Arten von Pfannkuchen vernichten. Danach wollten wir das Museum des Deltaprojekts besuchen, aber das gibt es nur in Verbindung mit einem Freizeitpark für schlappe € 26 pro Nase – abgelehnt. Statt dessen ein Kaffee in einer Muschelzucht und weiter nach Zierikzee. Am Hafen eine Werft für historische Schiffe mit kleinem Museum, dann hinein in den netten Ort. Noch waren die Geschäfte offen, die Öffnungszeiten 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Wer kann der kann. Die vielen Cafés aber waren länger offen – dann zurück nach Willemstad, das Abendmahl im Mauritz wieder ein Genus, die Seezunge ein Gedicht. Nur eines der Bierchen muss schlecht gewesen sein.......

Mittwoch leider stark bewölkt – erster Halt der Oldiehändler ER-Classics mit fast 250 Klassikern. Die meisten davon MG A, er holt sie aus den USA und verkauft sie restauriert auch wieder dorthin. Schöne Autos, wir bekamen einen Kaffee und es begann zu regnen. Also Dach drauf und weiter zum Weltkulturerbe Kinderdijk. 19 Mühlen aus dem 18. Jhdt sieht man nicht oft. Leider nieselte es immer mal wieder, deshalb weiter nach Dordrecht. Dort hatten wir ein italienisches Holzboot gemietet um Dordrecht und den Nationalpark Biesbosch zu durchpflügen. Nahm der Kapitän wörtlich, denn bei der Einfahrt nach in die erste Gracht setzte das Boot auf. Könnte an der Ebbe liegen, aber davon hatte unser Seemann anscheinend keine Ahnung. Auch unsere Bestellung von Häppchen und Schlückchen verlief sich in der Leere der Hirnschale. Also direkt in den Naturpark, berühmt für seinen Vogelreichtum. Was tun Vögel bei Regen – bleiben im Nest und so sahen wir eine Stunde nur feuchte grüne Ufer - prickelnd. Für Dordrecht war es dann wieder zu spät – wir waren wütend aber es half nichts. Also per Auto nach Dordrecht und die wunderschönen Grachtenhäuser gesucht. Leider nicht gefunden – fast jedes Haus stand zum Verkauf und der Rest war gesloten – also schnell wieder ins hübsche Willemstad, dort schien die Sonne wieder und es gab im Rosmolen ein gutes Abendessen, der Absacker dann wieder draußen nahe am Hafens.

Jetzt ging es nach Zeeland, schön am Meer entlang. Sah man allerdings nicht, denn der Deich ist 7 Meter hoch. Irgendwann stand auf dem Deich ein Eisenbahnwaggon, es war ein Café und wir sahen endlich das Meer. Dann weiter nach Middelburg, eine sehr schöne Stadt mit Markttag. Schöne Altstadt und sogar eine Kirche ohne Eintritt. Wir machten trotz unserer Erfahrungen doch noch eine Bootsfahrt – war wirklich sehr gut, bei einigen Brücken mussten wir uns allerdings sehr bücken um nicht geköpft zu werden. Mittagessen in einem der vielen Restaurants am Markt. Dann am Meer weiter entlang, die Dünen wurden immer höher. Eine wurde erklommen und man stieg zum riesigen Sandstrand hinab. Dann besuchten wir Domburg, Hollands ältestes Seebad. Beim Kaffe gab es allerdings wieder mal einen Regenguss, deshalb wurde der Stadtbummel aufgegeben. So ging es direkt nach Yerseke, dem Zentrum der Austern- und Muschelzucht. Das Restaurant Nolets Vista sollte man sich merken, ein Traum von frischem Seegetier.

Abschied von Willemstad, es ging zuerst zur königlichen Fayencemanufaktur in Delft. Schönes Gebäude aus dem Art-Deco, sehr schönes Museum aber inflationär teure Artikel. Da kosten antike Stücke einen Bruchteil. Dann an den Grachten entlang hinein nach Delft. Leider nahm der Parkautomat nur niederländische Karten, so dass wir in ein Parkhaus fahren mussten. Schöne Altstadt, nette Cafés aber leider Regenschauer. Also weiter zur Louwman Collectie, jetzt wieder bei schönster Sonne. Auch beim dritten Mal ein Hochgenuss – sollte man unbedingt gesehen haben. Weiter ging es zu unserer nächsten Bleibe, dem Paard en Os in Deil. Es gab nur 4 Zimmer, und so waren wir ausquartiert. Aber das Abendessen stilvoll im Salon und von höchster Güte.

Am Samstag dann zuerst zum Kasteel Ammersoyen, einem originalen Wasserschloss mit authentischer Einrichtung, dann weiter nach s’Hertogenbosch, leider wieder mit leichtem Nieselregen. Sehr schöner Ort, auch hier Markttag und letztlich nett am Markt gesessen. Dann gings zum nächsten Oldtimerhändler Classic Park in Boxtel. Sehr interessante Angebote, davon eventuell mal später mehr. Danach eine große Schleife zu einem weiteren Wasserschloss und wieder zu einem sehr feinen Abendessen.

Sonntag dann in den Süden. Erstes Ziel war das Kasteel Heeswijk, eine wahre Perle. Komplett erhalten und mit prächtiger Ausstattung. Das Kasteel Baexem mal wieder gesloten, aber der Ort Thorn war geöffnet. Nett und gepflegt. Dann zum letzten Hotel in den Niederlanden, dem Kasteel Daelenbroeck. Wieder ein Glücksgriff, tolle Zimmer, eine schöne Terrasse und eine hervorragende Küche – ein wirklich angemessener Abschied aus den Niederlanden.

Am Montag dann über die Grenze nach Deutschland – schlagartig fehlten die Blumen. Aber es gab endlich wieder Hügel. Es ging wieder durch die Eifel bis zu meiner Schwester nach Wierschem. Das nächste Haus rechts ist die Burg Eltz. Sie verwöhnte uns mit einem Büffet und vielen Leckereien. Wir hatten aber noch einige Km zu fahren, erst an der Mosel entlang, dann spektakulär am Rhein entlang und weiter nach Flonsheim zum Hotel Dohlmühle. Richtig nett, direkt vor dem Haus waren Parkplätze reserviert, die Wirtsleute waren herzlich und der Koch hochbegabt, sogar die eigenen Weine waren tadellos....

Letzter Tag, Abschied von Allen, die Heimfahrt war individuell. Wir wollten aber keine Autobahn, deshalb 380 Km Landstrasse. Nach 10 Minuten ein Hilferuf, gerade das neueste Auto sprang nicht an, der Jaguar von fritz. Wir hatten unser Batterieteufelchen dabei und gaben Starthilfe. Dann ging es mit helmut und fritz weiter, zuerst in den schönen Odenwald und dann nach Hause.

Fazit 3041 Km, die aber nie anstrengend waren. Der Süden der Niederlande ist flach, aber durchaus eine Reise wert. Wir hatten durch die Bank tolle Hotels und eine absolut perfekte Verpflegung. Gut, es hat immer mal wieder geregnet, dafür war es auch nicht brütend heiß. Und es hat schon was, an einem Kanal entlang zu fahren und etwa 6 Meter unterhalb der Böschung die Dächer der Häuser zu sehen – trotzdem zeer mooi.

 

Am 23. bis 26. Juli gab es es unsere traditionelle Schnauferlfahrt nach Giengen an der Brenz. Immerhin nahmen sogar 3 Vorkriegler daran teil, ein Alvis, ein Lagonda und ein Packard. Dazu noch zwei Benze und ein Porsche. Man traf sich im Schloss Odelzhausen, danach ging es zum  Mittagessen auf die Terrasse von Schreiegg’s Post. Gesättigt bei leichter Bewölkung weiter zum Ikonenmuseum im Schloss Autenried, ebenso sehenswert wie baufällig. Unsere nächste Sehenswürdigkeit, das Eselsburger Tal war am Sonntag für Motorfahrzeuge gesperrt, also gleich weiter zum  Lobinger Parkhotel in Giengen. Ausreichend Parkplätze, große Zimmer und eine gut bürgerliche Küche. Am Montag dann bei starker Bewölkung und leichtem Regen erst einmal zum Eselsburger Tal, eine wirklich sehenswerte Landschaft. Leider gab es immer wieder Regenschauer bei der Weiterfahrt auf der schönen Strecke. Nächstes Ziel war das Museum Kiemele, der in riesigen Hallen von der mächtigen Dampflok über Panzer und Traktoren bis jede Menge Krimskrams angesammelt hat. Je nach Sichtweise faszinierend bis beängstigend. Mittagessen gab es im Widmann’s Löwen, dann kleiner Halt am Itzelsberger See, sogar die Sonne kam kurz durch. Der nächste Halt galt der Burg Katzenstein, leider Hunde nicht erwünscht. Macht von außen mehr her als von Innen. Am Stammschloss der Taxis vorbei ging es wieder ins Hotel.

Am nächsten Tag noch mehr Regenschauer, den Aufstieg zum Hohenrechberg schaffte nach einem Verschalter unser Lagonda nicht mehr, wir wollten die Kupplung nicht ruinieren. Oben sah man auch nur graue Wolken, Danach ging es zum Kloster Lorch, dass wir in einer Regenpause besichtigen konnten. Das schwäbische Mittagessen dann genial im Gewächshaus vom Waldrestaurant Muckensee, der Name kam von der brackigen Pfütze oberhalb vom Parkplatz. Als nächstes besuchten wir das Miedermuseum in Heubach, witzig und interessant. Dann haben wir Gas gegeben, um noch das Steiff Museum in Giengen zu sehen und schafften es sogar. Wir waren Anfangs sehr skeptisch, aber es war einfach faszinierend, wie man eine packende Geschichte über Plüschtiere inszeniert hat. Die Preise im Shop allerdings horrend. Dann zum letzten Mal ins Hotel. Am Mittwoch war die Wetterprognose auch nicht besser, das Mittagessen im prämierten Biergarten von Schloss Scherneck fiel ins Wasser und die Schnauferl trafen sich dafür im Farfallina in Waltenhofen zu Kuchen oder Kisch. Ab dort fuhren alle im Regen nach Hause.

Fazit: Kurze und schöne Strecken, ein abwechslungsreiches Programm und ein sehr gutes Preis/leistungsverhältnis vom Hotel. Nur das Wetter........................ 

 

Am 30.Juli gab es noch die Klassiks meet Klassik vom Pascal am Sonntag. Er hatte gebeten, dass ich im Lagonda kommen sollte – so war es auch. Gut organisierte Veranstaltung, sehr viele Oldtimer und ein großes Spektakel mit den sogenannten Demonstrationsläufen. Dazu Lifemusik und ein Concours d’Elegance mit schönen Exponaten.  Einfach eine gelungene Tagesveranstaltung

AUGUST

Am 5. und 6. August  besuchten wir die Classic Days Schloss Dyck – zu VIPs & NIPs. Bestimmt jeder zweite Satz über diese Veranstaltung beginnt mit: das deutsche Goodwood Revival. Das kannten wir ja schon, also stand diesmal Schloss Dyck auf dem Programm. Unsere Eintrittskarten kosteten im Vorverkauf für 2 Personen schlappe € 102.- und wir buchten Freitag und Samstag. Fritz war im neuen Bristol auch dabei, am Freitag ein Megastau, er kostete uns eine halbe Stunde, man musste am Freitag bei stärkstem Verkehrsaufkommen die Leitpfosten waschen, dazu musste unbedingt eine Spur komplett gesperrt werden. Wir reden hier von 20 Km Stau und Auffahrunfällen am Autobahnkreuz - aber schön saubere Leitpfosten – ‚no brain – no headache’.

Mit unseren Eintrittskarten kam auch die Empfehlung, wegen des immensen Ansturms den ersten Parkplatz mit Shuttleservice zu nehmen, der wurde auch im Navi eingegeben. Aber der Parkplatz dort war zu und leer. Der Zweite auch. Also doch entgegen der ausdrücklichen Warnung zum Schloss - € 5.- und schon parkten wir auf dem nahen Acker. Erster Eingang aufs Gelände – nicht für uns, denn wir hatten keinen goldenen Balken am Ticket. Am Haupteingang durften wir aber hinein. Zuerst zum Schloss, dort sollten doch wohl die schönsten Autos stehen, flugs zum Haupteingang – Ticket vorzeigen – der goldene Balken fehlte immer noch, also kleiner Spaziergang durch den schönen Park zum Hintereingang. Auf dem Weg dahin stand ein WC Wagen – Uli wollte ihn benutzen – die Dame belehrte uns, dass man sich dazu erst anmelden muss und ein Bändchen bekommt. Unsere Frage, ob es gelbe oder braune Bändchen gibt, verstand sie nicht, es sind doch Blaue. Also zum WC der NIPs (Not Important People) und zum Hintereingang - Ticket zeigen, und schon waren wir drin – naja fast – am Tor wieder Ticket zeigen – geschafft. Im Innenhof stand ein Schild mit der Aufschrift ‚pride of britain’. Britanniens Stolz war ein MG A, ein MG B, zwei Triumph und ein Frogeye. Gut, einige Wagen fehlten noch laut Schilder, 2 Austin Healey und ein Sunbeam Tiger. Die kamen erst am Samstag. Im Zwischengang dann einige wirklich schöne Vorkriegler, Rallye, BNC und andere Voituretten. Weiter zur Orangerie, da stand ein gewaltiger Mercedes 680. Als ich ihn ansehen wollte wurde ich aufgeklärt, dass der Bereich ausschließlich den Mitgliedern des Mercedes Benz Clubs vorbehalten ist. Also zum nächsten Bereich – Ticket zeigen – Glück gehabt, NIPs durften rein. Eine schöne Sammlung Bizzarini und Iso, dann einige Ferrari bis zu den aktuellen Modellen, aber auch hier die meisten Plätze noch frei. So konnten wir die schönen Parkanlagen bewundern. Ein kleiner Hunger stellte sich ein – erster Stand nur Currywurst – ebenso zweiter, dritter und vierter Stand. Dann aber schön gedeckte Tafeln und eine gute wenn auch teure Speisekarte – leider nur für Menschen mit blauen Bändchen. Im nächsten Cafe durften nur Fahrer mit roten Tickets hinein – wieder zwei Currywurstbuden. Dann ging es einige Treppen hinauf zu einem Wintergarten. An der Treppe stand ein kleines Männchen im blauen Blazer mit der Aufschrift Autostadt. Als ich ankam, raunzte er nur ‚geschlossene Gesellschaft’ . Oh, nur für Kleinwüchsige, da will ich natürlich nicht stören und drehte ab. Irgendwann fanden wir das Botanico, auch NIPs wurden bedient und es gab außer Currywurst sogar Burger und Cesar-Salat. Gesättigt dann weiter, nette Campingwagen und ein zu 10% gefülltes Fahrerlager. Wo war eigentlich Fritz und der Bristol Club. Wir riefen an. Den Innenbereich umkreiste die sogenannte Rennstrecke, auf der aber am Freitag nicht gefahren wurde. Allerdings durfte man ohne blaues Bändchen nicht auf die andere Seite – aus Sicherheitsgründen, wie man uns erklärte. Aber es gab eine Fußgängerbrücke für NIPs. Am anderen Ende in einer Feuchtwiese fanden wir dann den Bristol-Stand. Aufgelockert durch einen VW Bus, einem Opel Admiral und drei Pagoden. Die Bristol-Leute waren ‚not amused’, die Stimmung sehr mies. Es ist auch nicht ganz verständlich, warum man diese seltenen Fahrzeuge ins Abseits verbannt und im Schloss Alltagsoldtimer präsentiert. Den Rest der Fahrzeuge in diesem Bereich beschrieb Uli treffend: wie Samstag auf’m Edeka-Parkplatz. Es gab auch einige Verkaufsstände, jede Menge Mode und Hüte. Angebote mit Oldtimerbezug leider kaum. Ich hatte noch nie ein so intensives Gespräch über Ölmatten bei einem Anbieter. Und kein einziger Oldtimerhändler war vertreten.

Also wieder zurück in den Innenbereich, wir mogelten uns trotz fehlendem Bändchen über die Rennstrecke. Kurz vor dem Schloss gab es einige Tische, bei denen kein Wachpersonal war. Wir holten uns Kaffee und genossen die Sonne. Hier gab es auch das Highlight des Tages, denn hier kamen die Oldtimer an und wurden verteilt. Besonders der Fiat 76 von 1911 war recht imposant, sein Vierzylinder hatte 28 Liter Hubraum und es war angebracht, bei seiner Vorbeifahrt die Kaffeetassen festzuhalten. Leider waren die meisten Vorkriegsoldtimer nicht so ganz echt, einfach alle Alvis, 80% der Bentley und fast alle Riley. Erkenntnis, je mehr Rallyeaufkleber desto falsch. Irgendwann machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz, ab in den Acker und zum Hotel Zeitzeichen in Pulheim. Schönes Zimmer, gute Küche und riesige Portionen.

Samstag erst einmal Regen – leider. Also gut gefrühstückt zum Event. Parkplätze immer noch zu und leer, also wieder zum Schloss. Der Parkacker war zum Sumpf mutiert und viele Fahrer hatten wenig Hirn und viel Gasfuß. Wir schafften es ohne Schiebehilfe. Dann wieder zum Haupteingang. Man hörte schon das röhren der Motoren. Also zuerst an die Rennstrecke. Die Bentley-Boys tobten sich gerade aus – nett. Dann folgten fünf Alfas, immerhin zwei davon Oldtimer. Dann kam die ‚Pride of Britain’ Gruppe. Dann Audi mit dem 16-Zylinder Nachbau und dem Wanderer Nachbau – vom Sprecher kompetent als zwei Achtzylinder vorgestellt. Dann war Mittagspause. Wir trafen die Vohwinkels und spazierten zum Schloss. Die Beiden als Mercedes-Clubber über den Haupteingang, wir als NIPs wieder zum Hintereingang. Jetzt waren fast alle Oldies da, einige sehr schöne und seltene Exemplare allerdings unter Regenplanen versteckt. Zwei seltene Dampfwägen aber leider dazwischen auch viele Neufahrzeuge. Im Bereich Concours in einem Sonnenloch eine nette Modenschau mit originalen Kostümen, dann weiter rumgeschlendert. Fritz immer noch im Abseits, Stimmung noch schlechter denn der Bristol Präsident hat sein ultraseltenes Cabriolet zu den Bentley-Boys im Zentrum geparkt und nicht auf den versumpften Clubstand. Nach der Mittagspause wiederholte sich das Renngeschehen. Dazu gab es Promis an jeder Ecke mit Selfiewahn und Autogrammstress. Aus den Lautsprechern kam nur noch Unsinn, die Bentleys wurden als die Le Mans Seriensieger der 30er Jahre angekündigt, der 16-Zylinder hat aufgeholt und jetzt 12 Zylinder und der Sharknose Ferrari wurde trotz Nachbauhinweis am Schild zum einzigen Überlebenden der Baureihe, der MG A war der erste MG mit selbsttragender Karosserie und die Erde ist eine Scheibe.

Warum holt man sich eigentlich keine Profis für diesen Job. Aber interessant ist es schon, dass Frau Schuhmacher früher die Geliebte von Frentzen war. Dann sieht man einen F 40 gleich mit anderen Augen. Dann doch lieber shoppen, Uli bekam einen schönen Gürtel und ich eine passende Ölmatte.

Irgendwann noch ein Kaffee, dann bevor es wieder regnete zum Auto im Morastloch und heim.

Fazit: Wenn es in Augsburg oder Ingolstadt wäre, würde ich wieder hinfahren. Nach Jüchen allerdings nicht mehr, es liegt zu dicht an Düsseldorf mit dem dortigen Selbstdarstellungsbedürfnis. Und das ‚deutsche’ Goodwood stimmt schon, statt Kompetenz Arroganz, statt Toleranz Bürokratie und statt zeitgenössischer Kleidung Karneval. Und statt five o’clock tea eben jede Menge Currywurst.

 

Vom 10. bis 13- August war die Landsmann Klassik Route. Von den 13 gemeldeten Teams kamen immerhin 10 aus Bayern und so trafen sich die Lemminge im Hotel Lamm in Hechingen. Gute Wahl, bürgerlich gut. Der Start war dann am Donnerstag zum Frühstück im Boxenstopp. Fast nicht wieder zu erkennen mit der neuen Fassade – wie immer ein sehr üppiges Frühstück. Dann die Boliden bestiegen und bei bewölktem Himmel ab durch die Mitte. Auf der schönen Strecke wurde dann das Dach aufgespannt, denn es nieselte.  Erster Halt bei einer Kaffeerösterei mit sehr leckeren Häppchen und Schlückchen. Dann weiter auf den sehr schön ausgesuchten Pfaden durch den schwarzen Wald zum Ziel, dem Ritter in Durbach. Geniale Tiefgarage, sehr schöne Zimmer und noch Zeit für einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Dann Apero mit Teamvorstellung und ein überaus feines Menue.

Freitag beim starten ruckelte der Lagonda leicht, also langsam raus und warmfahren. Daraus wurde aber nichts, denn plötzlich schnellte der Öldruck in ungeahnte Höhen bis zum Anschlag und fiel ebenso abrupt auf Null. Kein Risiko, Motor sofort aus und auf den Abschlepper gewartet. Ich verbrachte den Tag mit trailern nach Tübingen und im Cayenne durch extremen Nebel zurück. Uli durfte im Steyerschen Alvis mitfahren. Den Glückstag bereicherte noch ein überbreites Wohnmobil und radierte mir dem Rückspiegel ab. Aber wir waren nicht alleine, als Dietwart seinen BMW in die Tiefgarage bugsierte zeigten beide Räder auf 11 Uhr – auch für ihn das Ende der Fahrt. Anscheinend sahen wir ziemlich bedröppelt aus, denn der Chef bot uns umgehend seinen Rolls-Royce 20/25 zur Weiterfahrt an. Kurze Sitzprobe – kein Platz für mich – aber Dietwart passte perfekt hinter den Volant. Abends dann im Bus zu einer rein badischen Wirtschaft und zurück.

Samstag dann sogar trockene Abschnitte – den Rolls geentert – wir standesgemäß im Fond. Dort konnte man schön beobachten, wie sich Dietwart mit dem Gerät abrackerte, nach einer halben Stunde war unser ‚Johann’ durchgeschwitzt. Sehr schöne Strässchen – der Rolls überraschte mit einer nicht erwarteten Bergfreudigkeit. Mittagessen und Besichtigung in der hochromantischen Benz-Mühle, dann wieder durch den schönen Schwarzwald zur Renchtalhütte zur obligatorischen Schwarzwälder-Kirsch und Kaffee. Über eine tolle Strecke wieder zurück ins Hotel. Dietwart durfte duschen und wir gönnten uns sogar einen Apero auf der Terrasse. Abendessen und Gala dann wieder im Hotel sehr gut.

Sonntag dann im Porsche nach Tübingen, auch hier die Strecke ein Genuss. Es wurde beschlossen, die Tour irgendwann noch mal bei Sonnenschein nachzufahren. Dann Kaffee und Kuchen im Boxenstopp, den Lagonda aufgetrailert und heimwärts. und komisch trotz des Wetters und unserer Panne eine wirklich schöne Fahrt. Wegen der geringen Beteiligung wird das Baujahr im nächsten Jahr bis 1955 erweitert.

SEPTEMBER

Am 18. bis 21, September Boliden bolzen durch die Bolomiten. Christa und Helmut haben dieses Gipfeltreffen organisiert und eine wundervolle Fahrt gezaubert, leider war der Akku vom Zauberstab beim Wetter schon leer. Im Vorfeld wurde der Start von Sonntag auf Montag verlegt, da einige Teilnehmer bei den Oldtimertagen Fürstenfeld tätig sein sollten. Allerdings hatte die Motorworld Michael den Concours einfach weggenommen und damit hatte auch ich als armer arbeitsloser Juror wieder am Sonntag frei. Trotzdem habe ich am Samstag die Messe besucht und war vom Ergebnis nach der Motorworld Übernahme sehr überrascht. Ich dachte immer, man könnte die Messe nicht schlechter organisieren – falsch gedacht, die jetzige Ausgabe war am Samstag einfach ausgedrückt eine Zumutung. Da ist selbst Augsburg jetzt um Kategorien interessanter................... – aber zurück zum Gipfeltreffen. Es sollte in die Dolomiten gehen, Treffpunkt am Montag der berühmte Stafflerwirt bei Sterzing um 12 Uhr. Was für Autobahn-Verweigerer bedeutet hätte dass um 5.30 Uhr der Wecker klingelt –nogo!! Also am freien Sonntag gegen 13 Uhr zusammen mit Ute und Jürgen im Pagode Boliden auf schöner Strecke zur Göbl-Alm, wo Harald und Karin im Mercedes Boliden sowie riesige Windbeutel auf uns warteten. Dann weiter bis Fulpmes im Stubaital zum Tagesziel Tirolerhof. Hier herrscht Gemütlichkeit und Schnitz-Zwang, jede noch so kleine Holzfläche war beschnitzt – das Ambiente verdient einen einzigen Begriff – Überschnitzt. Traf auch auf das Wiener Schnitzel zu. Ach ja, das Wetter – die Prognosen waren feucht bis glitschig. So blieb unser MGC in der Garage und der Jaguar XK Bolide wurde gesattelt – auch Fritz gesellte sich im Porsche Boliden noch dazu. Am nächsten Tag dann schön ausgeschlafen und eine kleine Fahrt bis zum Stafflerwirt, dazwischen sogar einige Sonnenstrahler. Mittagessen einfach lecker, man sollte sich dieses Lokal immer gönnen, wenn man in der Nähe ist. Mathias kam vom Gardasee im R107 Boliden, die Organisatoren im BMW M635CSI Boliden und Gerhard und Wildrut im Porsche Boliden. Michael und Hund Kreta im Jaguar XK8 Boliden und zuletzt Gerhard W. im Figaro – wie wir später erfahren mussten, der Einzige Nichtbolide dieser Fahrt – aber davon später. Stark bewölkt aber trocken ging es zuerst kurvenreich zu einer schönen mittelalterlichen Burg mit einer tollen Führung und später wieder kurvenreich zum Hotel, dem Herolerhof in Lüsen. Schönes modern eingerichtetes Hotel mitten in den Bergen. Und hier flippte Gerhard W. in seiner einzigartigen Weise komplett aus – wie kann so dämlich sein, eine Fahrt die sich Gipfeltreffen nennt, mitten in die Dolomiten zu verlegen und auch noch Pässe einzuplanen. Wie kann man dermaßen kurvige und steile Strassen aussuchen, wenn ein Teilnehmer im Figaro mitfährt und überhaupt ist (Zitat) ‚der FkA vom Oldtimerclub zum Bolidenclub mutiert’ und deshalb tritt er nach seiner gebuchten Herbstfahrt ultimativ aus – deshalb Boliden bolzen durch die Bolomiten. Er legte noch einige persönliche Beleidigungen drauf und verschwand am nächsten Morgen grußlos. Per eMail teilte er nur noch mit, an der gebuchten Herbstfahrt doch nicht teilzunehmen und sofort aus dem FkA auszutreten. Dem Menschen Wille sei sein Himmelreich – es gibt schon sonderbare Vorstellungen von Benehmen und Freundschaft – und so sei es.........oder wie es ein FkA’ler treffend formulierte: nicht schlimm, ein Meckerer weniger.........

Am nächsten Morgen Nieselregen und Nebelfetzen – die Tour sollte über mehrere tolle Pässe gehen und ausgesprochen fahraktiv sein. War auch trotz Regen sehr schön, bis etwa 200 Meter vor der ersten Passhöhe der Regen zu Schnee wurde. Die Boliden mussten teilweise geschoben werden, eine Weiterfahrt mit noch höheren Pässen wäre unverantwortlich. Also langsam wieder runter, nach ein paar hundert Meter war der Spuk vorbei und es regnete nur noch leicht. In einer etwas stärkeren Kurve küsste dann die Pagode leicht die Felswand. Kein Fahrfehler, kein Schneefall und auch keine unangepasste Geschwindigkeit. Nur 10 Jahre alte Reifen, die schlagartig die Bodenhaftung an der Hinterachse verloren haben. Man kann es nicht oft genug wiederholen, nach 6 bis 7 Jahren sind Reifen überaltert, trotz guter Profiltiefe und wenig Laufleistung. Man merkt es nicht bei Schönwetter-Fahrten, sondern leider nur im Regen oder bei Vollbremsungen. Und dann kann es sehr schnell zur Kaltverformung kommen. Dieses Schicksal ereilte die Pagode, aber zum Glück war den Insassen außer einem Mordsschreck nichts passiert. Die verbogene Stosstange wurde abmontiert, der Kotflügel mit gemeinsamer Hilfe wieder zurecht gebogen und die kaputten Birnen ersetzt – so konnte man wenigstens weiterfahren. Nachdem die ganze Tagestour jetzt verloren war, fuhren einige nach Brixen zum bummeln, die anderen ins Hotel. Am nächsten Morgen Freude, denn es war trocken. Erstes Ziel der Jauffenpass – ein fahrerischer Hochgenuss. Hundemäßig war Bailey Sieger, denn Kreta wurde kurz vor dem Ziel Seekrank. Kurzer Kaffeestop, dann wieder runter und rauf auf das Pensejoch. Oben lag wieder Schnee, zum Glück nicht auf den Strassen, dann eine traumhafte Talfahrt mit einem leckeren Mittagessen – sogar ein bisschen Sonne schien. Im Hotel gab es heute keine Küche, aber keine 5 Kilometer weiter eine nette Hütte mit Gaudi und Gröstl. Am Donnerstag dann die Heimfahrt mit einem Stopp bei der Franzensfeste. Jeder ist schon zigmal daran vorbei gefahren – jetzt wurde gehalten. Und hat sich nicht gelohnt, erschreckend groß und leer und erschreckend uninteressant. Aber wir haben es wenigstens versucht. Mittagessen dann beim Gruberwirt, man hätte sogar draußen in der Sonne sitzen können. War aber auch so ganz nett.

Fazit: das Gipfeltreffen war immer schon die fahraktivste Fahrt im FkA und soll es auch bleiben. Dank an Christa und Helmut für eine schöne Fahrt, ein tolles Hotel und ein perfektes Programm. Und versprochen, die ausgefallene Pässetour werden wir mal bei schönem Wetter nachholen, wenn möglich sogar mit Boliden – aber wir haben keine Vorurteile, es dürfen auch Figaros mitfahren.

OKTOBER

Wer am 13. bis 16. Oktober dabei war, hat es erlebt, wer nicht dabei war, dumm gelaufen, unsere Herbstfahrt nach Maria Taferl war ein Traum. Bei schönstem Herbstwetter traf man sich im Gasthaus Murauer bei Simbach, trotz Kirchweih und vollem Haus sehr schneller Service und leckere Speisen. Dann ging es über Braunau hinein in die herbstliche Farbenpracht bis zur Donau. Vor Linz erwischte uns ein Megastau ohne erkennbare Ursache, sie kostete aber fast eine Stunde. Damit hatten wir am Sonntag nicht gerechnet, die Gruppe wurde gesprengt und ein Teil davon fand sich in Grein zum späten Kaffee wieder. Leider war das Biedermeier-Café schon zu, so dass man auf die Promenade ausweichen musste. Dann noch ein kurzes Stück an der Donau entlang und hinauf nach Maria Taferl. Schönes Hotel, großes Zimmer mit einem tollen Blick über die Donau und ein feines Abendessen. Am nächsten Tag ein hauch von Nebel, aber im Yspertal war schon Sonne – traumhaft. Erster Halt galt dem Heimatmuseum Yspertal mit einer guten Führung, zuerst ein Filmchen im original Landkino der 60er, dann durch 3 Stockwerke Sammlung geführt, wusste gar nicht das man aus Brennnessel Stoff herstellen konnte, nicht gerade flauschig aber immerhin. Ganz oben die Schulräume – und schon ging es weiter – das Waldviertel machte seinem Namen alle Ehre, der Indian Summer kann nicht schöner sein. Pünktlich erreichten wir Schloss Rosenau, auf der Terrasse war für uns festlich gedeckt und man schlemmte im schönen Ambiente vor sich hin. Die Weiterfahrt führte über Zwettl zum Dobrastausee. In ihm spiegelten sich die herbstlichen Bäume und die berühmte Burgruine – fast schien kitschig. Ziel war das Renaissanceschloss Greillenstein, immer noch im Privatbesitz der Kuefstein. Allerdings hatte die Gräfin unsere Führung falsch eingetragen, was zu einer Verzögerung führte, aber letztendlich gelang. Ein tolles Teil, weil für die Restaurierung immer das Geld fehlte und es deshalb fast im Originalzustand befand. Unsere Führerin stammte aussehensmäßig direkt von den Schlossgeistern ab, aber sie erzählte mit viel Humor und Fachwissen die Geschichte des Hauses. Leider war jetzt der Zeitplan in die Knie gegangen und wir fuhren auf schnellstem Weg an der Donau entlang zum Hotel – feines Abendessen und abhängen wie gehabt,

Am Dienstag dann schon etwas mehr Nebel, über die Donaubrücke ans andere Ufer. Erstes Ziel die Kartause Aggsbach – sehenswert und interessant – der Nebel verzog sich. In der schönen Landschaft war es sogar egal, dass wir uns total verfranzt haben. Über die Mauterer Brücke ging es nach Dürnstein mit einem leichten Parkplatzproblem. Man traf sich aber im Romantikhotel auf der Terrasse direkt an der Donau zum Mittagtisch und konnte sogar der Chefin beim Rudertraining zusehen. Dann weiter, eine Gruppe nach Navi ins Hotel, wir packten noch die Restetappe von gestern drauf mit Jauerling und der Kirche Maria Laach zur Madonna mit den 6 Fingern. Dann weiter ins Hotel, sogar unser Wunsch für den luftigsten Kaiserschmarrn der Welt wurde erfüllt.

Am nächsten Morgen wieder Nebel, die helmut & christa verlängern den Trio nach Wien, wir fahren an der Donau lang zurück. Bald lichtet sich der Nebel, Linz diesmal komplett Stressfrei und weiter zum Mittagessen, dem Jagawirt in St. Agatha. Tolles Restaurant mit sehr viel Wild. Danach ging es weiter nach Braunau und in Deutschland auf die B 12 mit Autobahn-Teilstücken.

Fazit: bei solchem Wetter wird jede Fahrt zum Genus – dazu noch die herrlichen herbstfarben und die sehr gute österreichische Küche. Ich denke, Schloss Rosenau sehen wie bald wieder.....

 

War doch gar nicht schlecht, das Jahr

 

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Freundeskreis klassischer Automobile