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 Das FkA– Oldtimerjahr 2016

 


Winterfahrt          26. bis 28.  Januar

Teilnehmer    gerhard - helmut –robert

Früh im Jahr ging es zur erstmalig durchgeführten Winterfahrt. Dazu trafen wir uns beim riesigen Museum in Sinsheim, um dort auch einmal ohne Zeitdruck einer Oldtimer-Rallye alle Exponate anzuschauen. Wir haben sogar die Antonov und die Concorde bestiegen, insgesamt eine tolle Ausstellung mit einer absolut unterdurchschnittlichen Bewirtung. Danach ging es zur stilvollen Unterkunft Hotel Villa Medici in Bad Schönborn. Essen italienisch angehaucht und sehr gut. Am nächsten Tag fuhren wir dann zum eigentlichen Ziel der Fahrt, dem Museum für mechanische Musik im Schloss Bruchsal. Bei der Führung wurden fast alle Apparate in Gang gesetzt, ein imposantes Erlebnis. Highlight mit Abstand das Orchestrion mit 5 mechanisch bespielten Geigen. Zuviel um Alles zu beschreiben, wer jemals in der Gegend ist sollte das Museum besuchen. Nach dem Mittagessen im netten Schlosscafé ging es dann auf romantischen Wegen zu verfallenen Schlössern und romantischen Städten. Beim schönen Abendessen klangen noch die Musikapparate in den Ohren. Am nächsten Tag ging es nach Karlsruhe in das dortige Schloss. Dort befindet sich das badische Landesmuseum. Wir hatten wenig bis nichts erwartet und wurden förmlich umgehauen. Das Museum zeigte von ägyptischen Mumien über eine riesige Sammlung griechischer Vasen bis ins Mittelalter wahre Prunkstücke. Und zwar perfekt präsentiert und beschrieben. Die oberen Stockwerke von Renaissance bis Neuzeit schafften wir zeitlich nicht mehr. Nach einem Imbiss in der ebenfalls sehr netten Schlosswirtschaft ging es individuell auf den Heimweg.

Fazit: auch in der Oldtimerlosen Zeit kann man tolle Touren machen

 

Retroclassica Stuttgart         18. März

Teilnehmer     gerhard – helmut – harald - robert

zuerst ein kurzer Bericht über die Retroclassica Stuttgart. Wie erwartet war der Porsche 911 in allen Variationen und Preisvorstellungen das meist angebotene Fahrzeug. Irgendwie scheint das Modell eine Eigendynamik zu entwickeln, denn plötzlich gibt es eine Unmenge neuer Händler am Markt. Auch Händler, die bisher kaum Porsche im Angebot hatten spezialisieren sich nun auch auf das Modell. Die Grenze zwischen Investment, Sammlungsfieber und Wunschdenken ist fließend. Aber wir leben in einer freien Marktwirtschaft, da darf Jeder jeden Preis verlangen – und wenn es der Markt hergibt ist auch ein für uns nicht nachvollziehbarer Verkaufspreis Realität. Aber ich gebe zu, die Masse an 911ern ist ermüdend. Sogar der bisher verpönte 996er wird jetzt angeboten. Und dann gab es natürlich Mercedes-Benz, dessen Heimvorteil auch mengenmäßig zu sehen war. Auch die Pagode und der R 107 standen an jeder Ecke und auch sein Nachfolger wurde zahlreich angeboten. Die Preise aber durchaus im Rahmen und realistisch. Überraschend aber war Ferrari als zahlenmäßig dritte Marke. Und zu eher niedrigen Preisen, verglichen zum 911er sogar extrem günstig. Der eher übersichtliche Rest waren gängige Briten, Italiener, Deutsche und Franzosen, ein Trend zum durchaus bezahlbaren Spaßmobil war erkennbar. Im Vorkriegsbereich gab es nur zwei Kategorien, entweder hochpreisige Luxuskarossen oder bezahlbare Amerikaner. Deutlich zu erkennen war der Trend zu neueren Klassikern bis hin zur kompletten Neuwagenausstellung. Kann man bei Jeep noch akzeptieren, da man die Eisenhaufen ja als Zugfahrzeuge nutzen kann, aber neue Kleinwagen von Suzuki gehören nicht auf eine Oldtimermesse. Und das Klassiker nicht aufs Baujahr beschränkt sein müssen, ist ja auch bei uns im FkA mittlerweile Realität, es waren viele sehr junge Boliden vertreten. Der Rest ist schnell erzählt, keine einzige echte Kühlerfigur auf der Messe und auch beim Zubehör kaum Neues. Erwähnenswert noch die Ausstellung der kompletten Modellserie der Motorradmarke Laverda und die Veritas Ausstellung. Dort sah man sogar Fahrzeuge, die Jahrzehnte nach dem Ende der Firma noch dort entstanden sind. Aber insgesamt war die Messe durchaus sehenswert. Mein Highlight waren die außergewöhnlichen Fahrzeuge der Louwman-Sammlung, ein MG TD in einer betörenden Sonderkarosserie von Michelotti und eine der ersten Lambretta’s.

 

Ostereiersuchfahrt         28. März

Teilnehmer      horst - peter – helmut – harald – gerhard w – robert - fritz          

Am Ostermontag wurden dann das erste Mal die Oldtimer bis Klassiker bewegt. Bei herrlichem Wetter traf man sich gegen 11 Uhr bei der Flugwerft Oberschleißheim um sich die Oldtimer der Lüfte anzuschauen. Beim Start versagte leider der brave Max und harald & karin mussten später im Ersatzwagen kommen. Der Rest machte eine kurze. aber sehr reizvolle Fahrt zum Moarwirt, wo wir uns schon letztes Jahr trafen. Wir bekamen sogar den gleichen Tisch und wie damals sehr gute Speisen. Am Parkplatz gab es noch die erste Baileys-Pause des neuen Oldtimerjahres, dann ging es individuell nach Hause. Ein recht schöner Start in die Saison.  

 

Techno Classica Essen         7. bis 8. April

Teilnehmer     barry – klaus – adrian – helmut – harald - robert

Wie erwartet war der Porsche 911 auch hier in allen Variationen und Preisvorstellungen das meist angebotene Fahrzeug. Allerdings gab es kaum Verkauft-Schilder ganz im Gegenteil zum letzten Jahr. Es scheint, als ob der Zenit erreicht ist oder die Investoren alle schon bedient sind. In Gesprächen mit einigen Händlern die gleiche Resonanz, nur faire Angebote wurden verkauft, aber insgesamt war es ein sehr schlechter Umsatz. Nun, vielleicht lag es an den übertriebenen Preisen. Ein Lagonda Continental (dasselbe Modell wie unsere Wilburetta) wurde für € 222.000.- angeboten, etwa ein Drittel über dem Marktwert unseres Gutachtens von 2016. Was noch auffiel, waren die vielen modernen Klassiker, egal ob Porsche, Mercedes, Alfa oder Aston Martin. Vielleicht auch ein Spiegelbild der jetzigen Entwicklung, die auch bei uns im Club ja präsent ist. Daneben gab es die tollen Raritäten, die den Besuch der Messe eigentlich lohnt. Zu viele um sie aufzuzählen. Ersatzteilmarkt wie immer, nur Kühlerfiguren waren entweder Nachgüsse oder unbezahlbar. Unser Aufenthalt im Parkhaus Hügel wiederum sehr angenehm. Dank hier nochmals helmut, der seinen BMW mit 5 FkA’lern füllte und so entspannt nach Essen düste.

 

WIM-Tour          24. bis 26. April

Teilnehmer     hannes – helmut – harald – robert - fritz

Erste Ausfahrt war die WIM-TOUR Ende April. Und es gab wirklich Aprilwetter. Man traf sich im Café Farfellina nahe Odelzhausen bei abwechselnd Regen, Sonne und Schneegestöber. Hat auch seinen Reiz, aber vorsichtshalber nahmen wir den Figaro wegen der tollen Heizung. Dazu kam ein Lancia von fritz, ein Porsche von helmut und zwei Mercedes von harald und hannes. Los ging es über die bekannte romantische Route zum Altmühltal und dort ganz am Anfang in den Brauereigasthaus Schneider. Gutes Essen und nette Bedienung, bei Sonne auf der Terrasse wäre es noch schöner gewesen. Dann durchs Altmühltal zur Eggersburg. Trotz Klingeln und Klopfen haben wir das Teil zweimal umrunden müssen, bevor wir ins Museum kamen. Nettes Keltengrab, aber auch nicht viel mehr. Also weiter zum Mühlenmuseum, diesmal bei Sonne. Und letztendlich ans Ziel zum Wellnesshotel Schönblick in Eichstätt. Kann man wörtlich nehmen, schöner Blick auf Eichstätt und Willibaldsburg. Abendessen im Hotel ganz in Ordnung. Am nächsten Tag war es sogar fast komplett trocken. Erster Halt galt der römischen Villa Rustica, allerdings entgegen der Ankündigung im Internet geschlossen. Auf schöner Etappe weiter zur Wallfahrtskirche in Wemding. Dort ein Votiv aus Sulzemoos mit Dank fürs Überleben im /8-Mercedes. Nach der Kultur brauchten wir ein schnelles Aufwärmen im Wallfahrtsstüberl, dann fuhren wir zur fränkischen Wurstvernichtung in den Goldenen Ochsen zu Oettingen. Dort in der Residenz hatten wir um 14 Uhr eine Führung reserviert, diese bestätigt bekommen und gegenbestätigt. Half alles nichts, es dauerte eine halbe Stunde bis wir die Führung bekamen. Das Warten hatte sich aber gelohnt, viele schöne Räume mit gediegenem Interieur und eine fachkundige Führerin. Aber diese halbe Stunde fehlte dann später genau in Pappenheim, wir verpassten den letzten Einlass in die Burg um ganze 3 Minuten. Stur san`s schon, die Franken. Also zurück ins Hotel, wir hatten eine Hot-Stone-Massage geordert. Angenehm........

Am letzten Tag dann zuerst einmal die Autos vom Schnee befreien, dann hinunter nach Eichstätt. Kleiner Stadtbummel zum sehr gut bestückten Domschatz, dann rüber zur Willibaldsburg in den weltberühmten mittelalterlichen Kräutergarten. Danach brauchten wir eine kleine Aufwärmrunde mit Schokolade in der Burggaststätte, dann ging es weiter zum kulinarischen Highlight der Fahrt, zum Klosterbräu nach Bergen bei Neuburg. Tolles Romantikhotel mit perfektem Ambiente und Küche – satt und glücklich dann heimwärts. Gut; wir hatten Aprilwetter – aber letztes Jahr waren wir um die gleiche Zeit im Bayrischen Wald bei herrlicher Frühlingssonne.

 

Gourmetfahrt          10. bis 11. Mai

Teilnehmer     harald – robert - fritz

Wie angekündigt wurde die Gourmetfahrt in den Mai verlegt wegen Absage der Transappeninnica. Die Abfahrt war am Dienstag in Sulzemoos, ein SLK mit harald, ein Jaguar mit robert und ein Jaguar mit fritz. Zuerst ein Stück Autobahn bis Augsburg, dann nur noch Bundestrasse. Mittagessen auf sonniger Terrasse im Bootshaus am Altmühlsee, dann schöne Strecke weiter zum Ziel Parkhotel Laudensacks in Bad Kissingen, ein gelungener Vorschlag von fritz. Das Hotel liegt direkt am Kurpark, einem Traum von Landschaftsgarten und Bailey’s absoluter Favorit. Das Arrangement beinhaltete 2 Übernachtungen inklusive einem hervorragenden Verwöhnfrühstück, am ersten Tag ein gutes Vier-Gänge-Menü und am zweiten Tag das große Sternemenü mit 6 Gängen, dass wirklich dem Anspruch gerecht wurde. Der Preis von EZ € 320,-/ DZ € 580,- kann man als günstig einstufen für die gebotene Leistung. Wie jetzt überall hat nur der Service etwas nachgelassen. Am Mittwoch hatte wir eine sehr schöne Tour durch Rhön und Thüringen, zuerst zur Residenz nach Meiningen, dann entlang der romantischen Fachwerkstrasse nach Seßlach, schön wie Rothenburg aber ohne Touristen. Heimfahrt am nächsten Tag dann individuell.

 

NÖ Historic          26. bis 29. Mai 2016          (Veranstalter Kurt Dichtl AVCA)

Teilnehmer     dietwart - robert

Wegen Absage der Transappeninnica wurde nach langer Zeit mal wieder bei der NÖ-Fahrt gebucht, am letzten Drücker 15 Minuten vor dem Nennschluß. Aber wir bekamen trotzdem umgehend eine Zusage. Am Mittwoch wurde aufgetrailert und die knapp 550 Km bis zum Ziel dem Veltlins Golfhotel in Poysdorf unweit der tschechischen Grenze. Bei der Anmeldung bekam man zwei Polos, eine nette Tasche mit allerlei Inhalt und begab sich damit direkt zur Terrasse zum Apero. Man kannte einige Gesichter, dietwart war mit von der Partie und einige österreichische Oldiefreunde. Mit dem Rest machte man sich schnell ungezwungen bekannt. Der Organisator Kurt Dichtl hat eine ganz eigene Art der Organisation, kleine Ungenauigkeiten sind ihm vollkommen wurscht, das Roadbook bezeichnet er selber als Herausforderung und wichtig sind ihm Spaß und Völlerei. Ganz in unserem Sinne, der Abend endete bei einem üppigen Büffet und reichlich Wein, nicht untypisch fürs Weinviertel. Am nächsten Tag dann los laut Roadbook, nach kleiner Eingewöhnung landete man auch auf kleinen Strassen zu Besichtigung und Mittagessen im Bauernhofmuseum Niedersulz, beides einfach fulminant. Danach ging es weiter zum Nonseum Herrnbaumgarten, einer irren Anhäufung schräger Ideen und Sammlungen. Besonders die Sammlung Knopflöcher berühmter Personen war genial. Dann zurück ins Hotel zur bekannten Völlerei.

Am nächsten Tag fuhren wir hinein nach Tschechien zum Schloss Lednice mit einer perfekten Führung. Danach ging es mit Pferd und Kutsche durch den riesigen Park bis zu einem Minarett, dann wurde auf Boote umgestiegen und den Eisvögeln beim Fischen zugeschaut. Toller Halt. Das Mittagessen sollte es auch in Tschechien geben, aber Kurt leitete den Konvoi um und wir fuhren nach Falkenstein in eine der berühmten Kellergassen. Dort erwartete uns eine deftige Brotzeit und eine noch deftigere Musik von fünf Damen, die gekonnt böse das Individuum Mann niedermachten. Leicht beschwingt wieder zurück ins Hotel.

Der letzte Fahrtag galt den Kellergassen, davon sollte es über 1000 geben, wir durchfuhren zum Glück nur Einige. Dann zum Mittagstisch in den Kastaniengarten zu herrlichen weinviertler Spezialitäten. Dann ging es bei schönstem Wetter weiter zur nächsten Kellergasse und einer unvermeidlichen Weinprobe. War sehr gut. Das kurze Stück zurück ins Hotel war sehr kurvenreich, obwohl die Strässchen ziemlich gerade waren. Am Abend dann der Gala, keine langen Reden, keine Preisverleihung. Eine kurt(z)e Ansprache, man wählte das Ziel für nächstes Jahr, jedes Team bekam eine Kiste Wein für die Rückfahrt, dann widmete man sich wieder der Völlerei.

Fazit: sehr nette Vorkriegsveranstaltung mit jeder Menge Humor, sehr gute Verpflegung und ein absolut gutes Preis/Leistungsverhältnis. Könnte man noch etwas verbessern ? Kaum, nur lernen wo links ist.           


SUF-TOUR Bretagne / Normandie         11. bis 26. Juni 2016

 

Teilnehmer      helmut – matthias  - robert - fritz

Wenig tröstlich, das Wetter zuhause war noch schlechter. Aber wir sind mindestens die Hälfte der Zeit offen gefahren. Und es gab bisher keine Fahrt mit besserer Speisung. Aber beginnen wir von Vorne.

Am Samstag, den 11.Juni ging es los, 496 Kilometer meist Autobahn bis Nancy. Dort wurde im Internet das Musee Automobiles de Lorrain angepriesen, unter der Adresse gab es aber nur einen überwachsenen Feldweg mit geschlossener Schranke, weder Hinweisschilder noch Straßennamen. Eine Gegend, in der zur Begrüßung mit dem Baseballschläger auf die Schulter geklopft wird. Ergo direkt zum Hotel des Prelats im Zentrum von Nancy. Sehr nettes Haus im alten Prelatenpalast, keine 200 Meter vom imposanten Place Stanislas entfernt. Nach dem Einchecken dann auf besagten Platz zu Kaffee und Kuchen. Später wurde die Altstadt erwandert und dabei das Lokal La Mignardise erkoren, einfach weil dort laut Fritz der Gendarm seine Verlobung feiert – oder so ähnlich. Gute Wahl, das Menue sehr schmackhaft und erfreulich günstig. Dann noch kurz einen Absacker direkt am Place Stanislas und der erste Tag war schon vorbei. Sehr gut geschlafen, die Zeiten des Plumot über einer bewohnten Wolldecke sind zum Glück vorbei.

Frühstück gut und danach weiter, am Sonntag den 12. Juni waren 462 Km geplant, deshalb auch hier zuerst Autobahn – erfreulich leer und gut mit leichten Regenschauern unterwegs. Dann zum Mittagessen nach Charny ins Cheval Blanc. Im Ort war gerade Markt, der mobile Käsestand unbeschreiblich reichhaltig, da würde selbst Dallmayr neidisch werden. Gemütliches Lokal – erstklassige Küche – wir speisten wie Gott in Frankreich. Beim nächsten Ziel, dem Chateau Sully an der Loire reißt sogar der Himmel auf. Schönes Renaissance Wasserschloss mit edler Einrichtung. Der Ort eher fad. Der Besuch von Beaugency fiel einem Regenschauer zum Opfer, also direkt zum nahen Hotel La Tonnellerie. Von außen eher unscheinbar bis morbid, innen ein Juwel. Wir durften sogar im Innenhof parken. Überaus freundliche Gastgeber – ein schöner Aufenthalt. Bei Sonne hätte man gerne Pool oder Liegewiese genutzt, so blieb nur die Freude an sehr schmackhaften Kalorien.

Montag 13.Juni dann wenigstens trocken – also auf nach Beaugency. Überall Rosen und eine komplett erhaltene Altstadt – nur die Burg war ruinös. Heute standen 322 Km an, erstes Ziel das schönste Dorf Frankreichs, Lavardin. Echt nett, mit toller romanischer Kirche und sehr gut erhaltenen Fresken. Aber komplett Café-frei. Dann eben weiter nach Le Mans zur Rennstrecke. Viel los, denn am nächsten Wochenende standen die 24 Stunden an. Das Museum aber war überhaupt nicht überlaufen. Zuerst in der Cafeteria ein kleiner Imbiss – Matthias schenkte dem Betreiber unfreiwillig seinen Aston Lieblingsschirm – dann zum Staunen in das Museum. Nicht nur Rennwägen wie erwartet, sondern viel Vorkrieg und solche Juwelen wie Hispano Suiza oder eine Sammlung Panhard Levasseur. Hätte man in der Qualität nicht erwartet. Dann ging es weiter nach Fougeres, der größten Burg Europas – oder was davon übrig blieb, denn nur die Aussenmauern sind erhalten. Leider schüttete es mal wieder, die Stadt sehr übersichtlich aber auch Café-frei. Dann zur ersten Nacht in der Bretagne ins Hotel de l’Abbaye in Le Tronchet. Ein altes Kloster mit sehr gelungener modernen Einrichtung, wenn man die Terrassentüren öffnete offenbarte sich Park und kleiner See – eben wieder wie Gott in Frankreich. Abendessen einfach perfekt.

Dienstag 14. Juni war der erste Ruhetag. Allerdings war es recht kühl und windig, obwohl meistens die Sonne schien. Also kein Strand, aber beschauliche Ziele. Das Erste war das Chateau Combourg, sehr schön in einem Park gelegen. Und eine neue Erfahrung – jedes Museum, Schloss, Geschäft usw. hält von 12 bis 14 Uhr Mittagspause – auch wenn es nirgendwo steht, schon gar nicht auf der Website. Wenigstens der Park konnte begangen werden, der Ort nett und beschaulich. Dann eben nach Cancale ans Meer zu den berühmten Austerbänken. Riesiger Sandstrand fast leer, nur einige Strandsegler tummelten sich. Unsere erste Baileys-Pause wurde durch Verwässerung von Oben beendet, deshalb zum Hafen zur Vernichtung von Seegetier - war überaus erfolgreich. Weiter ging es der Steilküste entlang mit tollen Felsformationen. Dann nach Dinan, eine Perle von Stadt mit wunderschönem Fachwerk und jeder Menge Cafés. Toll zum Spazieren, es war sogar die ganze Zeit trocken. Zurück ins Hotel, denn hier waren wir zwei Nächte – es hätten gerne noch mehr werden können....

Am Mittwoch den 15. Juni standen 244 Km für die Durchquerung der bretonischen Halbinsel an. Erstes Ziel war das Maison d’Automobiles in Lohenac. Ein wahres Highlight, kommt meiner Meinung nach direkt hinter der Louwman Collection und noch vor Schlumpf und Beaulieu. Frühe Modelle, sogar Dampfgefährte von 1875, dann jede Menge seltenste Vorkriegsmarken. Dazu Vitrinen voller Kühlerfiguren und Automobilia. Natürlich Rennwägen aus allen Epochen, aber am meisten faszinierend die Unikate von Hommel und anderen Exoten. Da stand selbst ein Ferrari 250 SWB verloren daneben. Man sammelte auch Modelle, aber nicht nur in Vitrinen sondern in unzähligen detailverliebten Dioramen. Im ersten Stock hat man einen ganzen Straßenzug nachgebaut mit komplett original eingerichteten Geschäften, dazwischen Kutschen und Automobile – atemberaubend. Leider mussten wir uns losreißen – wie gehabt - 12 Uhr Mittagspause – idiotische Regelung. Es schüttete mal wieder, deshalb schnell im Ort in eine Creperie. Hier gab es die erste Galette und Cidre, typisch Bretonisch. Aus Zeitgründen wurde das Chateau Josselin gestrichen und es wurde bei Sonnenschein das schönste Dorf Frankreichs besucht, Rochefort-en-Terre, die bretonische Antwort auf Rothenburg. Nett, aber sehr touristisch. Aber mit einem tollen Gürtelhersteller – aus Sicherheitsgründen wurde eingekauft, da der mitgebrachte Gürtel am Ende seiner Lochreihe angekommen war. Noch ein schneller Kaffee und dann weiter nach La Baule zum 5-Sterne Hotel Castel Marie Louise. Schönes Anwesen unweit des imposanten Strandes. Mit recht eigenwilligem Service. An der Rezeption roch es wie bei Douglas im Keller, irgendwann spät abends klopfte es an der Tür und man bekam als Gute-Nacht-Leckerli zwei quitschbunte Lollies! Nach dem Einchecken erst einmal an den Strand – ein riesiger Sandstrand, unglaublich sauber und gepflegt. Autos fuhren drauf rum, Pferde und Hunde trabten entlang, einfach ein Traum. Da das Hotelrestaurant mangels Nachfrage zu war (uns hatte niemand gefragt) wurde unweit des Hotels im Restaurant 14 Avenue gespeist – wieder ein voller Erfolg. Als wir allerdings gegen 22 Uhr im Hotel an die Bar wollten war diese schon dunkel und wir bekamen den guten Rat, Getränke bei Bedarf beim Zimmerservice zu bestellen. 5 Sterne? Wenigstens das Mercure um die Ecke hatte eine offene Bar und einen freundlichen Service

Donnerstag, der 16.Juni war frei. Wir verzichteten auf das angebotene Frühstück für € 27,50 pro Nase und gingen zu einer Strandbar – unbeschreiblich schön auf Tischen mitten im Sand zu frühstücken. Die Sonne schien, aber es war recht windig und kühl. Matthias war trotzdem im Meer und kam im roten Gänsekombi zurück. Wir beschlossen eine kleine Rundfahrt zuerst nach Guérande, ein wunderschöner Ort wo wir bretonische Streifenshirts einkauften – sonst hätte man uns nie als Tourist erkannt. Dann ging es weiter nach Piriac-sur-Mer um dort am Jachthafen Seegetier zu vernichten. Dann an der Küste entlang und durch die Salzfelder – toll. Am Morgen hatten wir die Rezeption gebeten, im Restaurant Billot für uns zum Abendessen zu reservieren. Nach einem längeren Fußmarsch, Christl und Matthias hatten sich dafür sogar Räder geliehen, kamen wir dort an um zu erfahren, dass sie ausgebucht sind und dies auch der Rezeption mitgeteilt hätten. Aber ein 5 Sterne Hotel hat es nicht nötig, dies den Gästen mitzuteilen! Wir waren so bedeppert, dass der Wirt Mitleid mit uns hatte und doch noch einen Tisch herzauberte, allerdings ohne Fisch – der war aus oder reserviert. So kamen wir direkt am Meer zu unserem einzigen Fleischgang – und der war natürlich auch sehr fein. Das Hotel reagierte auf meine Beschwerde wegen der Reservierung mit einem gepflegten Ignorieren.

Am Freitag den 17.Juni ging es dann 276 Km an der Küste entlang. Nach unserem Strand-Sand-Frühstück zuerst nach Vannes, einer sehr schönen Stadt mit tollem Fachwerk. Dann weiter nach Trinité-sur-Mer ins Le Sourcouf zur Mittagsabfüllung. Nach einigen Umleitungen dann zu den Hinkelsteinen von Carnac – aber die Dinger stehen in der Bretagne fast überall rum, nur nicht in dieser Menge. Dann zum nächsten schönsten Dorf Frankreichs, nach Port-Aven. Berühmt durch Gauguin und seine Malerkollegen, nur deren ehemalige Auberge war so geschickt getarnt, dass wir sie nicht gefunden haben. Netter Ort trotzdem. Weiter zum Tagesziel. dem Manoir de Moellien in Plonevez-Porzey. Ein altes Herrenhaus mit unheimlich viel Charme, wir nächtigten in den umgebauten Stallungen. Und zwar perfekt. Schöner Garten, eigene Terrasse und herrliche Sonne. Damit stand einer kleinen Whiskyrunde nichts im Weg. Später im Restaurant leider etwas dunkel und trotz mächtigem Kaminfeuer leicht kühl. Aber das Menue.........ein Gedicht

Samstag, 18.Juni dann wieder ein freier Tag, schön warm und sonnig. Deshalb offen zum nahen Ort Locronon. Diesmal wirklich der schönste Ort unserer Fahrt, aber kein Schild mit schönstem Dorf Frankreichs. Sie feierten gerade das Schmiedefest, den hier schmiedet man Messer. Und einige davon wurden auch erstanden. Noch ein netter Kaffee, dann lockte die Küste. In Douamenez wurden erst einmal die Autos von Hand gewaschen, dann fuhren wir zum Pointe de Raz, schöne Strecke mit tollen Panoramablicken. Früh im Hotel dann mal ein bisschen ausgespannt, die Gemäuer fotografiert und das gute Restaurant heimgesucht.

Sonntag 19.Juni leider bewölkt, unser erster Halt war Pilougastel-Daoulas mit dem berühmten Kalvarienberg. Noch interessanter war ein geöffnetes Antiquitätengeschäft mit netten Dingen, einige davon wanderten in den Fussraum von Fritzens Porsche, der Einzige der Platz hatte. Wir hatten leider keinen verfügbaren Lagerraum. Nun ging es auf sehr schöner Strecke an die Nordküste, wir wollten im Carré Saint Michel essen, aber das Lokal war komplett voll. Eine Dreiviertelstunde suchten wir dann ein Lokal, bis wir zu einer Creperie & Pizzeria gelangten. Und was soll ich sagen, beides hervorragend. Unser nächstes Ziel lag wieder landeinwärts und die Strassen wurden immer kleiner und schlechter. Aber irgendwann standen wir vor dem Chateau de Kerjean, teilweise ruinös. Aber der intakte Teil war durchaus sehenswert mit einer Sammlung Alkovenbetten und Truhen aus der Renaissance. Nächster Halt Morlaix, berühmt wegen des Eisenbahnviadukts direkt über der Stadt. Das war es dann auch, der Rest des Ortes morbide bis mausetot. Also an die Küste zum berühmten Seebad Perros-Guirec. Unser Hotel Ker Mor etwas außerhalb des Zentrums an einem schönen Strand. Leider waren wieder Regenschauer unterwegs. Zimmer sehr modern mit einem komplett verglasten Balkon, von uns Aquarium getauft. Restaurant wieder sehr gut, wenn auch der Service leicht oberflächlich war.

Am Montag den 20.Juni unser nächster freier Tag, leider regnerisch. Fritz bleibt im Ort, wir fuhren zuerst nach Treguir mit hübscher Altstadt und einer sehr schönen Kathedrale, dann weiter zur Abbaye de Beauport, eine romantische Ruine an der Küste, leider wie immer von 12 bis 14 Uhr geschlossen. Dann weiter an der berühmten Cote de Granit rosé entlang, Essen dort und als die Sonne rauskommt spazieren wir sogar auf den Granitfelsen herum. Dann wieder an der Küste weiter, aber die schönsten Teile hatten wir schon gesehen. Also zurück, das Hotelrestaurant war heute geschlossen, aber direkt an der Promenade lag das La Suite, ein wirklicher Glücksgriff. Feine Küche, aufmerksamer Service und moderate Preise.

Dienstag 21.Juni lagen 213 Km vor uns, da wir die Abbaye gestern schon abgehakt hatten ging es direkt nach St. Malo. Die Stadt hat uns nicht besonders gefallen, es fehlt Charme und Ausstrahlung. Also schnell weiter zu einem der Highlights der Fahrt, zum Mont Saint Michel. Riesiger Parkplatz, dann mit dem Schuttlebus bis zum Mont. Der wurde dann recht anstrengend erklommen und das berühmte Kloster besichtigt. Imposant ist untertrieben, viele Hallen und ein wunderschöner Kreuzgang. Dann über kleine Wege bergab, in der schmalsten Gasse konnte ich nur quer gehen. Wieder am Parkplatz kurz eine Felge angeschrammt, dann zum Tagesziel Moulin de Ducey, idyllisch an einem Fluss mit alter Steinbrücke gelegen. Man hörte das Geplätscher recht deutlich. Abendessen aushäusig in der Auberge de Selune, wieder ein tolles Menue auf Sterneniveau. Langsam zeigte die Völlerei erste Spuren, bei Christa war zuviel Blut mit der Verdauung beschäftigt und so ging kurzfristig der Kreislauf auf Tauchstation. Die Nacht plätscherte buchstäblich vor sich hin.       

Mittwoch 22.Juni dann zuerst an der Küste lang mit Blicken auf Mont St.Michel, dann bei schönster Sonne zur Abbaye de Hambye, eine ebenso romantische wie geschlossene Ruine. Aber die Strecke war ein Traum. Vor Bayeux im Le vieux Puits dann ein nettes Mittagessen, Camenbertsouflé und gefüllte Perlhuhnbrust für € 11,90, wir suchten sogar Schattenplätze im romantischen Innenhof. Gesättigt ging es zum nächsten Highlight, dem Teppich von Bayeux. Einer der ersten Comics der Welt, durchaus sehenswert. Danach zur Kathedrale, wo das Teil Jahrhunderte hing. Auch nicht schlecht. Caen wurde gestrichen, wir fuhren dafür nach Beuvron-en-Auge, komplett befachwerkt und mit einem putzigen Tee- und Eisladen. Dann direkt zum Les Manoirs de Tourgeville, unserem 5-Sterne Hotel für die nächsten zwei Nächte. Es besteht aus mehreren runden Fachwerkhäusern mit tollen Zimmern. Essen im 1899, dem Sternerestaurant des Komplexes. Getränke irrational teuer, ein winziger Aperol zu € 16,-, der günstigste Wein € 60,-, Mineralwasser € 9,50. Das Menue mit € 43,- dagegen angemessen und schmackhaft. Was aber wirklich nervte war die Discobeschallung und der eher nicht vorhandene Service. Unsere Bitte nach einer Lautstärke bei der man sich noch unterhalten könne, wurde abgewiesen weil eine Horde junger und lauter Seminaristen es so wollten. Also dann in unsere Zimmer, es gab Whisky bei uns.

Donnerstag, 23.Juni, nächster freier Tag. Zuerst nach Deauville an den Strand. Damit umgingen wir das Frühstück in der Disco zu € 26.- pro Nase und saßen dafür wunderschön mit Blick auf Meer und den tollen Belle-Epoque-Villen. Dann auf schöner Küstenstraße nach Honfleur. Eine Perle von Hafenort mit schönen Strassen und Gebäuden. Das Mittagessen direkt am Hafen, besser geht es nicht. Alle noch vorhandenen Hohlräume in den Fahrzeugen wurden mit den besten Fischkonserven der Welt gefüllt. Dann fuhren wir auf einer Traumstrasse nach Belleville-sur-Mer mit den Reetgedeckten Fachwerkhäusern. Wir haben sie auch gesehen, allerdings suchten wir die nicht existierende Ortsmitte und waren bald wieder draußen ganz ohne Fotostop. Das Museum des Calvados in Pont l’Eveque wurde beim Anblick unzähliger Busse spontan gestrichen und Einige fuhren direkt ins Hotel. Wir nach Beaumont-en-Auge, einem weiteren schönen Ort mit nettem Café. Abends natürlich nicht mehr in die Disco zum Essen sondern ins Cote Rive in Saint-Arnoux. Wir saßen draußen bei Rochenflügel und anderen Herrlichkeiten. Um an der Bar nicht zu verarmen luden Christa & Helmut später zur Zimmerparty ein, sie hatten günstig Getränke gebunkert.

Am Freitag sagten wir dann der Küste Ade und fuhren ins Landesinnere. Zuerst in Pont l’Eveque gefrühstückt, dann ins Landesinnere zum nächsten Höhepunkt, dem Maison Monet  in Giverny. Und wie bestellt schien die Sonne vom blauen Himmel. Nun, alleine waren wir natürlich nicht im Haus und Garten, aber trotzdem konnte man den chaotischen Überfluss der Natur genießen. Einfach atemberaubend der riesige Seerosenteich. Danach traf man sich zu einer kleinen Stärkung in der nahen Gärtnerei mit Bewirtung. Leider hatten wir noch ein gutes Stück zu fahren. Zunächst nach Compiegne zum dortigen Automuseum. Aber das Personal hatte keine Lust und verkürzten spontan die Öffnungszeiten, selbst die Angaben auf den eigenen Hinweisschildern interessierte sie nicht. Dann eben weiter zum Hotel du Golf de l’Ailette. Eine gute Wahl, die auch der Aston-Martin-Club gleichzeitig gewählt hatte. Schöne Zimmer mit Blick auf den See und sehr gutes Essen.

Samstag weckten uns die Enten. Nach kurzer Fahrt zum Musee des Automobiles in Reims. Auch hier eine tolle Sammlung an ausgefallenen Fahrzeugen, leider sehr schlicht präsentiert. Super auch die Sammlung von Tretautos. Dann weiter heimwärts bis zum nächsten Stopp in Verdun. Kleine Stadtbesichtigung, in einigen Schaufenstern diverse Baseballschläger und andere böse Spielsachen, dann Mittagessen am Quai mit der Erkenntnis: Bretagne und Normandie in allen Belangen besser. Dann per Autobahn zum letzten Ziel, dem Hotel Kunz in Pirmasens. Es kann wie immer durchaus mithalten, ein krönender Abschluss.

Sonntag. 26. Juni dann Abschied und auf schnellstem Weg nach Hause.

Fazit: 4078 Kilometer sind eine ganze Menge, wir haben sehr viel gesehen und es gab noch keine Fahrt mit besserer Verpflegung. Das Wetter hätte vielleicht eine Idee besser sein können, aber das war es dann auch..........

        

Schnauferl-Fahrt          3. bis 6. Juli

Teilnehmer          horst – gerhard – helmut – harald – robert - fritz                              

Man traf sich im Bumbaurhof zum kleinen Frühstück, dann ging es auf schnauferlgerechten Strassen am Altmühltal vorbei bis zum Mittagtisch im Gut Wildbad in Wemding. Himmel leider bewölkt, aber trocken. Dort gab es ein eher bürgerliches Mittagsmahl, aber einen sehr aufmerksamen Wirt. Nach kurzer Fahrt erreichten wir Schloss Spielberg, Besitz der Oettinger aber von einer Künstlerfamilie renoviert und genutzt. Der Sohn führte uns sehr informativ durch die Räume und erklärte die modernen Kunstwerke und den Aufwand der Renovierung. War sehr nett. Weiter ging es dann zur Burg Colmberg, unserem Domizil für drei Nächte. Eine veritable Burg mit viel Flair und noch mehr Treppen. Wir wurden verteilt und trafen uns bald zum Abendessen. Die Speisen an sich sehr gut, nur vereinzelt war dem Koch das Salz ausgekommen. Wiltrud und Uli hatten es erwischt und man sagte dies der überaus netten Bedienung. Das sollte sich noch rächen. Am nächsten Tag wenigstens Sonne, aber sehr windig. Nach dem Frühstück ging es auf der romantischen Strasse an Rothenburg vorbei zur Stuppacher Madonna. Unser Lagonda verlor dabei immer mehr an Leistung, aber der Fehler wurde schnell gefunden, ein Vergaser war locker geworden und hat Nebenluft gezogen. Also schnell wieder angezogen, als die anderen das Schmuckstück von Grünewald bewunderten. Dann ging es wieder problemlos weiter, nun sagen wir mal fast problemlos. Nach einer Kurve lief der Lagonda nur noch auf 3 Zylinder. Was war passiert ? Ein genialer Schrauber, egal ob Eigentümer oder Helfer, hatte eine Zange am Zylinderkopf abgelegt und die hat irgendwann eine Zündkerze berührt und getötet. Also Zange entfernt und zum nächsten Halt gefahren, dem Goldenen Lamm in Aub. Gute fränkische Küche und genügend Zeit, um alle Zündkerzen zu wechseln. Danach ging es zur Kunigundenkapelle, leider zu und nur von Außen zu besichtigen. Anschließend weiter nach Suggenheim zum dortigen Schloss. Fritz kannte die Eignerfamilie Kube und hatte für uns eine Privatführung organisiert. Zuerst ging es in den Rosengarten, dann in das Puppen- und Spielzeugmuseum. Frau Kube erzählte dann über die Geschichte des Schlosses, über die Mühen der Restaurierung und die Freude des Besitzes. Noch ein kleiner Spaziergang durch den Park mit der gerade fertig gestellten Orangerie, schon ging es zurück zur Burg Colmberg. Der Wirt lud zu einer Burg-Führung ein, man konnte die unveränderten Räume des Vorbesitzers sehen und zuletzt gab es für uns vor versammelten Gästen eine rüde Zurechtweisung, Reklamationen sind schlicht unerwünscht. Anscheinend hatte der Koch auch einen Anschiss bekommen, denn es war heute nur ganz leicht versalzen.

Am nächsten Tag noch mehr Sonne, aber immer noch recht windig. Zuerst ging es nach Leutershausen zum Flughistorischen Museum. Nicht Wright flogen zuerst, sondern ein Herr Weisskopf aus eben dieser Gemeinde. Was aber  verwunderte, dass nach den ausgestellten Beweisen es sogar stimmte. Danach auf kleinen Strässchen nach Heilsbronn zum berühmten Kloster und der überreich gotisch ausgestatteten Kirche. Am Markt noch ein Eis, dann fuhren wir weiter zum Goldenen Stern nach Trautskirchen. Man konnte zwar nur innen sitzen, aber es war vorzüglich. Dann ging es weiter nach Bad Windsheim in das fränkische Freiluftmuseum. Riesiges Areal mit unzähligen Häusern und Höfen. Ermattet nahmen wir dort Kaffee und Kuchen zu uns, wir schafften es nicht alle Exponate anzuschauen. Dann zum letzten Mal zurück zur Burg. Der Wind hatte nachgelassen, den Apero nahmen wir auf der schönen Terrasse ein.

Die erste Etappe der Heimfahrt endete an der Burg Pappenheim, die jetzt geöffnet war. Leider ziemlich ruinös, aber trotzdem sehenswert. Sogar eine Moderation von fritz über die Burg lief in einer Dauerschleife. Dann ging es weiter bis zur Klosterbräu nach Bergen, wo wir das beste Essen der ganzen Fahrt bekamen. Ab da war die Heimfahrt individuell.

Fazit: tolle Strecken, gutes Wetter, ein schönes Ambiente, tolle Besichtigungen, ein durchgeknallter Wirt und unverständlicherweise nur zwei richtige Vorkriegs-Schnauferl               

 

Julius Bierbaun Gedächtnis Fahrt          14. bis 17. Juli

Teilnehmer     barry – conny – helmut - robert                              

Zum ersten Mal unter der Präsidentschaft von barry wurde diese Vorkriegsfahrt in Garmisch ausgeführt und als erste Amtshandlung hat er die Baujahrgrenze bis 1938 erweitert. Somit konnten auch wir ohne Schummelei mitfahren. Am Donnerstag ging es bei leichtem Nieselregen auf eigener Achse auf nach Grainau, schnell in der genialen Tiefgarage des Baadersee Hotels geparkt und die Zimmer bezogen. Abends sehr nettes Welcome in der Fischerstube. Am Freitag ging es dann los, es war zwar bedeckt wir waren aber guter Hoffnung. An Ettal vorbei, dann weiter auf einer tollen Strecke. Kurz vor der Wieskirche erwischte uns dann ein Regenguss, aber an der Wies schien die Sonne und wir konnten die nassen Klamotten trocknen. Wir hatten uns vorgenommen sämtliche Prüfungen zu vermasseln um jede Diskussion über Vorteilsnahme zu vernichten, schon deshalb weil der Fragebogen von uns  erstellt wurde. Danach ging es trocken weiter bis zum Mittagessen im Schillingshof in Bad Kohlgrub. Eine sehr gute Wahl. Danach auf sehr schöner Route zurück ins Hotel. Am Abend wurden wir im Bus auf die Alm gefahren. Bei schönem Wetter wäre es sicher riesig geworden, bei kaltem Nieselwetter allerdings eher kühl und unkommod. Aber geschmeckt hat es gut und die Wirtsleute und Musikanten versuchten Alles, um Stimmung hinein zu bekommen. Der Abstieg zum Bus eher glitschig bis gefährlich.

Am nächsten Morgen dann schon besseres Wetter, wenigstens trocken. Zuerst die Aufstellung in der Fußgängerzone, dann der Start vor Publikum. Die schöne Strecke ging an den Starnberger See zum Mittagstisch im Landgasthof Berg. Uriges Restaurant mit schönem Biergarten. Man saß herrlich in der Sonne. Dann ging es weiter bis nach Partenkirchen wo der letzte Stopp der sehr guten Chocolaterie Amelie galt. Dann wieder ins Hotel zum Abendessen.

Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück Preisverleihung. Unsere Mühen alles falsch zu machen, haben sich gelohnt. Wir wurden Letzte, allerdings hatten wir trotz der Blödelei sogar einen Punkt bekommen, weil wir eine Gummiente im Koffer erkannt haben sollen. Peinlich! Bei dem schönen Wetter beschlossen wir, die schöne Strecke vom ersten Tag noch einmal bei Sonne zu fahren. So kamen wir bis zum Ammersee nach Herrsching. Allerdings fiel hier beim Start nach geschlossener Schranke der Anlasser auseinander, so dass wir angeschoben werden mussten und dann ohne Kaffeestop bis nach Hause fuhren.

Fazit  Schöne Ausfahrt mit sehr alten Fahrzeugen, eine sehr gute Organisation und schöne Strecken. Dann wieder in 2 Jahren.      

 

Jack Landsmann Classic Route          11. bis 14. August

Teilnehmer     peter – klaus – jürgen - helmut – dietwart - robert                              

Nachdem beim Lagonda der Anlasser neu justiert war und auch die Vergaser samt Flansch fixiert wurden, war er wieder einsatzbereit. So recht haben wir uns aber nicht getraut und fuhren deshalb per Trailer nach Tübingen. Abgetrailert und dann zum Hotel Schönbuch nach Pliezhausen. Eine sehr gute Wahl, denn es gab einen begabten Koch und dann noch einen Chef der Whiskysüchtig war und so lernten wir viel über Whisky, besonders über die bei Single Malts höchst seltene Mangoexplosion. Es war einfach ein rundum gelungener Abend. Am nächsten Morgen traf man sich etwas zerknittert zum Frühstück auf der Terrasse des Boxenstop Museums. Von 12 Teams waren 10 aus Bayern und die Hälfte vom FkA. Warum eigentlich ? Die Rallye ist doch prima. Irgendwann ging es dann unter leicht bewölktem Himmel los, zuerst stramme 11 Km bis zum ersten Stopp auf einem Wanderparkplatz zu Häppchen und Schlückchen und den ersten Schokoladenikolausen, dann weiter durch alle Orte die auf –bronn enden. Mittagstisch frei auf der Strecke und am Nachmittag waren wir dann in Kälberbronn im Hotel Schwanen. Schöne Zimmer und die Oldies wurden in einer Scheune eingeparkt. Man hatte noch Zeit spazieren zu gehen und auszuruhen, dann gab es den Apero und ein gutes 4-Gang Menue.

Am nächsten Tag nett den Schwarzwald rauf und runter bis nach Sasbach zum Winzer Alde Gott (Gnade Gott). Hier geparkt und fußgängig dann ein paar Schritte weiter zum Gasthof Engel und zu einem superben Mittagessen. Danach gab es in der Winzerei eine sehr lustige Führung durch den Weinkeller, der Wein selbst tendierte mehr zum Klebstoff, danach ging es weiter durch den Schwarzwald bis zum Hotel.

Am Samstag ging es zuerst zur Metzgerei Pfau, die uns die Räucherei und die guten Produkte des Hauses zeigte und zu einem kleinen Imbiss einlud. Dann weiter durch die herrliche Landschaft bis zum Schloss Eberstein, wo wir auf eigene Faust eine tolle Mittagspause mit Blick von der Terrasse ins Tal hinein machten. Danach weiter zum Hotel, denn um 16.30 Uhr holte uns der Bus ab. Zuerst ging es zum Kloster Bebenheim zu einer Führung und dann weiter ins Boxenstopp Museum zu einem tollen Abendessen.

Am Sonntag dann wieder über schönste Sträßchen zurück zum Boxenstop, aufgetrailert und dann noch Kaffee und Kuchen. Als wir dort saßen, rief uns helmut an, er hatte war auf Achse im Alvis gereist und kurz nach Tübingen schon die zweite Reifenpanne. Wir halfen ihm, den ADAC zu erreichen und fuhren zu ihm um ihn notfalls auf unseren Hänger zu nehmen und den Lagonda dann hinterher zu fahren. Aber als wir gerade angekommen waren, kam auch schon der ADAC und wir haben dann nur christa mitgenommen um ihr die aufregende Fahrt im Schlepper zu ersparen.   

 

Harz Tour          28. August bis 3. September

Teilnehmer     klaus – helmut – harald – robert - fritz                               

Los ging es am Sonntag im Bumbauer Café nahe Markt Indersdorf und zwar zum letzten Mal, denn es gab kein Frühstück sondern nur einen Brunch und der war für Planung und Figur zu üppig. Das Navi hatte wirklich feine kleine Strassen ausgewählt und ganz nach Plan erreichte man den Mittagstisch auf Burg Hartenstein. Bei schönster Sonne im Innenhof wurde anständig geschlemmt. Danach ging es weiter bis in die Nähe von Bayreuth zum Schloss Fantaisie. Erste eine Erfrischung im Café dort, dann in das Schloss zum Museum für Gartenkunst. War interessant, wer es aber nicht kennt kann aber auch weiterleben. Von dort war es nur noch ein kleines Stück bis zum Tagesziel. dem Flair Hotel Dobrachtal. Zimmer in Ordnung, Essen auf der Terrasse auch.

Nach gutem Frühstück fuhren wir dem Harz entgegen. Erster Halt war Lauscha, dem Zentrum des Weihnachtsschmucks. Wurde wie das Glasauge dort erfunden. Wir haben uns aber doch für Weihnachtsschmuck entschieden, dank haralds Kofferraumvolumen kam es auch ganz an. Wir mussten uns etwas sputen, denn der erste von zwei gebuchten Terminen mahnte. Es war der Besuch der Porzellanmanufaktur Sitzendorf im gleichnamigen Ort. Die Fabrik könnte man noch als morbide bezeichnen, die Manufaktur war mausetot, hat es aber noch nicht gemerkt. Die Besitzerin gab uns eine spannende Führung über die Produktion und den Vergleich zwischen DDR und Jetztzeit. Am Witzigsten war noch die Sammlung daneben gegangene Figurengruppen, unfreiwillig kniende Pferde und Damen in unmöglichen Körperhaltungen. Der Hunger trieb uns weiter nach Rudolstadt, wo die erste Pizzeria geentert wurde. War nicht die Beste und schon gar nicht die Schnellste. Deshalb kurzer Bummel in die Altstadt und weiter. Irgendwann wäre ein Kaffee gut, aber die nächsten 40 Km gab es in keinem Ort auch nur die Andeutung einer Wirtschaft. So fuhren wir dem Schild Goethes Schokolade hinterher und kamen in eine richtig gute Schokoladefabrik mit Kaffeeausschank. Mit dem Schokoladekuchen hätte man eine ganze Legion Diabetiker auslöschen können. Wir haben es aber überlebt und fuhren ohne Unterzucker zum Kyffhäuserdenkmal. Man konnte es auf dem Berg sehen, aber es war zu spät den Berg zu erklimmen. Deshalb weiter durch den schönen Harz zu unserem Schloßhotel Ballenstedt. Schönes Gebäude mit ebensolchen Zimmern und komplett fehlendem Management. Schon an der Rezeption stand ein Schild ‚zwischen 11 und 19 Uhr kein Service. Schon gar nicht draußen. Das ließ nichts Gutes ahnen. Erst einmal zum Aperitif an die Bar, der witzige Barmann hatte vermutlich seinen letzten Auftritt und davon profitierten wir den ganzen Abend. Er konnte sichtlich nicht zählen und auch keine Eichstriche sehen. Uns war es recht, leider sahen wir ihn nie wieder. Das Essen war sättigend (habe lange nach der richtigen Beschreibung gesucht), weder kreativ noch raffiniert noch einigermaßen warm. Mit dem Wissen, nicht zu verhungern gingen wir dank unserem Barmann aber sehr zufrieden ins Bett.

Wenigstens das Frühstück war den 4 Sternen angemessen. Am Dienstag ging es zuerst nach Gernrode zur Stiftskirche St. Cyriakus. Ein romanisches Juwel mit toller Ausstattung. Danach eine kurze Fahrt zum dortigen Bahnhof, denn die Fahrt mit der Selketalbahn war geplant. Es ging durch eine wunderbare Landschaft und die Dampflok spuckte Dampf und Ruß. Besonders letzteren hatten wir dann auch überall. Es ging bis Alexisbad und nach einem kleinen Aufenthalt dort wieder zurück. Nachdem wir die Autos bestiegen hatten waren wir nach 8 Km schon beim Tagesziel Quedlinburg. Dort empfingen uns das befreundete Ehepaar von karin & harald und führten uns zuerst quer durch die Altstadt zu ihrer kleinen Oldtimersammlung. Danach weiter auf einen Platz zum Mittagessen. Küche gut und deftig. Ab dann ging die Gruppe eigene Wege, man erkundete Quedlinburg auf eigene Faust. Eine tolle Stadt, ebensoviel Fachwerk wie Flair, der berühmte Domschatz mit den noch berühmteren Büchern, einfach überwältigend, jede Strasse und Gasse war sehenswert. Die Stadt steht ganz oben auf unserer Lieblingsstädteskala. Spät zurück ins Hotel. Dort essen wollte man eigentlich nicht mehr, also nach Alternativen gesucht. War wirklich schwierig, aber letztendlich erfolgreich. Oben im Schlossensemble gab es die Klosterstube, und dort bediente Bruder Beetz. Schön auf der Terrasse des Schlosses wurden wir ebenso humorvoll wie persönlich bedient. Die Speisekarte war übersichtlich, die Speisen traditionell aber sehr gut. Und das Schwarzbier ein Genuss. Und so gelacht beim Essen haben wir auch schon lange nicht mehr. Wäre es nicht so kalt da draußen geworden, wären wir sehr sehr lange geblieben.

Am nächsten Tag ging es erst einmal nach Blankenburg zum berühmten Barockgarten. War aber mehr vertrocknet als berühmt. Wenigstens einen Kaffee nach der kleinen Wanderung gab es. Dann weiter durch den schönen Harz, bei einem Stausee konnte man erkennen, dass es wirklich lange nicht geregnet hat, ganz unten dümpelte ein Ausflugsschiff in einer kleinen Lache. Dann kamen wir in den Naturpark Harz. Leicht gruselig die vielen toten Bäume, aber hier wird der Natur freien Lauf gegeben, und Borkenkäfer gehören auch zur Natur. Im Rathaus Hotel zu Wildemann gab es auf der Terrasse das Mittagessen, sehr fein und überaus kreativ. Eine erfreuliche Entdeckung nach all dem gut- und weniger gut- bürgerlich. Danach ging es zur einzigen Stabkirche Deutschlands, ein wirklich tolles Holzteil. Trotz der Messe innen konnte man die phantastische Holzarbeit erkennen. Weiter ging es um den Brocken herum nach Wernigerode. Wir wären begeistert gewesen, wenn wir nicht vorher in Quedlinburg gewesen wären. Aber schön ist die Altstadt allemal. Hier haben wir dann auch beschlossen, das Abendmahl nicht in Ballenstadt zu ertragen und lieber eine kleine Nachtfahrt in Kauf zu nehmen. Also gleich weiter nach Quedlinburg, auch im Abendrot wunderschön. Wir hatten im Theophano reserviert, und nach einigem Suchen sogar das schöne Restaurant in einem mächtigen Gewölbe gefunden. Und auch in Sachsen-Anhalt kann man vorzüglich speisen. Die Rückfahrt im offenen Cabrio durch die Nacht war toll. Die Hotelbar befand sich im Wachkoma – an sich quicklebendig aber ohne Reaktion auf Rufen und Klingeln, also zu Bett.

Am nächsten Tag stießen auch die Quedlinburger Freunde zu uns in einem schönen Opel. Wir fuhren an der Burg Falkenstein vorbei durch das Selketal und andere Täler nach Sangershausen in das Europa-Rosarium. Ein Traum von Gartenanlage mit allerlei Gewächs, aber hauptsächlich Rosen. Sogar schwarze und grüne Rosen gab es, dazu ein nettes Café. Dann ging es weiter nach Stolberg, einem komplett erhaltenen Fachwerkort. Einige gingen essen, andere bummelten durch den Ort und nahmen Kaffee und Kuchen. Der Zeitplan war etwas verrutscht, und so machten wir uns als Vorhut auf zum Ostdeutsche Fahrzeugmuseum in Beneckenstein. War wirklich gut so, denn den Besitzer wollte gerade schließen. Aber als nach und nach die Oldies eintrudelten, sagte er seinen Termin ab und machte eine tolle Führung. Meist DDR-Fahrzeuge mit Spezialgebiet Camping, alles liebevoll arrangiert und mit zeitgenössischen Artefakten staffiert. Dazu die interessanten Geschichten, wie er an all die Teile kam. Draußen gab es noch eine kleine Sammlung Kriegsgerät, mit denen man sogar gegen Gebühr die Landschaft zerstören konnte. Wir hatten dazu keine Lust. Auf einer schönen Strecke ging es dann wieder zurück ins Hotel. Dort war mittlerweile das ganze Personal auf vier Leute geschrumpft, die sich zwar alle Mühe gaben, aber Warten war angesagt. Aber wir hatten ja nichts anderes vor, und auch der einzige Koch war heute in guter Form (für seine Verhältnisse). Auch die Bar wurde betreut, und der Tag endete feucht fröhlich.

Nach dem Frühstück war die Abreise angesagt, auch jetzt vom Management keine Spur. Schade für das schöne Anwesen. Zuerst ging es ohne Pause bis Weimar, dort geparkt und die Altstadt bis zu Goethes Gartenhaus besichtigt. Am Markt gab es eine sehr gute Thüringer Bratwurst, später noch zum Abkühlen ein gutes Eis. Leider war die Bibliothek Besuchsmäßig rationalisiert, wir kamen nicht mehr herein. Weiter ging es durch schöne Landschaften bis Paulinzella, einer überaus romantischen Ruine. Dann weiter zum Tagesziel, dem Romantikhotel Goldene Traube in Coburg. Hier sollte der krönende Abschluß der Fahrt werden. Man hatte nur vergessen uns mitzuteilen, dass das Restaurant Sommerpause hatte und nur der Grill geöffnet war. Ebenso hatte man vergessen mitzuteilen, dass es für Gruppen über 8 Personen eine Karte mit nur vier Gerichten gibt. Unsere persönliche Bitte bei der Buchung wegen unseres dreibeinigen Hundes ein Zimmer möglichst Parterre und ohne Treppen wurde ebenso ignoriert, wir bekamen im 4. Stock eine Mansarde mit zwei Treppen. Jede Art der Beschwerde wurde abgeschmettert, man hätte sich ja vorher telefonisch informieren können. Auch das beim Bezahlen harald ein teureres Zimmer als gebucht berechnet wurde, konnte erst nach endlosen Diskussionen geregelt werden, immerhin hatte er ja auch ein teureres Zimmer bewohnt. Zum Glück hatte man ihm nicht die Präsidentensuite gegeben. Das Essen im Grill will ich mal so beschreiben, es war mein erster Burger mit Ente, und mit Sicherheit auch mein Letzter. Selbst altes Toastbrot kann nicht trockener sein.

Am nächsten Tag dann die Heimreise. Wenigstens zum Mittagstisch im Kupferkessel bei Allershausen bekamen wir den kulinarischen Abschied, die diese Fahrt verdiente. Im netten Innenhof bekamen wir wirklich gute und perfekt angerichtete Speisen, die Adresse sollte man sich merken. Von dort aus machte sich dann jeder individuell auf die Heimfahrt.

Fazit: zuerst einmal, wir hatten wirklich tolles Wetter, nicht einmal mussten wir das Dach schließen. Dann die Strecken waren auch herrlich und die besuchten Städte durchaus sehenswert. Aber Klaus hat es genau auf den Punkt gebracht:  schöne Städte und hügelige Landschaften haben wir in Bayern auch, und die Unterbringung und Verpflegung ist hier um Klassen besser – war interessant, wird aber nicht mehr wiederholt.                  

 

Figaro Fahrt          24. bis 25. September

Teilnehmer     barry – colleen – klaus – robert – fritz                                

Noch im warmen September ging es zur Figaro Jubiläumsfahrt. Wir trafen uns am Samstag, den 24. September im Landhaus Café in Wolfratshausen. 5 Teams waren gekommen und konnten hier bei schönstem Wetter den Tag bei einem guten Frühstück beginnen. Danach ging es auf verschlungenen Wegen an Tölz vorbei zum unvermeidlichen Stau vor dem Schliersee. Weiter an Bayrischzell vorbei, dann über das Ursprungstal nach Kufstein zum Tanken. Das nächste Ziel war der Jägerhof in Scheffau am wilden Kaiser, gut gespeist auf der Terrasse mit einem preisverdächtigen Kaiserschmarrn. Dann weiter über St. Johann in Tirol zum nächsten Halt, dem Bergbau und Gotikmuseum in Leogang. Ein fast unbekanntes Kleinod mit einer tollen Ausstellung gotischer Figuren und Artefakte, so eine Qualität hatte man nicht erwartet. Den Kaffee nahmen wir dann auch in Leogang am murmelnden Mühlbach ein. Weiter ging es über Zell am See nach Rauris zum Hotel Rauriserhof. Man hatte sogar 5 Parkplätze für uns reserviert, von denen sogar noch 4 frei waren. Aber kleine Figaros kann man sehr gut stapeln. Das Hotel sehr schön, die Zimmer groß und bequem und der Aperol süffig. Zum Abendessen, im Hotelpreis war ein 5 Gang Menue inkludiert. Gang 1 kam und wurde als sehr gut empfunden. Leider kam eine Hochzeitsgesellschaft und die Lifeband war im Speisesaal gängig unter dem Motto ‚Phon statt Talent’. Gespräche waren unmöglich. Die sofortige Beschwerde an der Rezeption brachte nichts, die Band weigerte sich leiser zu spielen. Monika hatte darauf einen klitzekleinen Disput mit der Chefin und die restlichen Gänge wurden in der Bar auf einer schnell gedeckten Tafel aufgetischt. War ebenso schmackhaft wie praktisch, denn nach der Speisung mussten wir nicht extra zur Bar rollen. Wir hatten wieder einmal Glück unser  Zimmer direkt über der Disco aber pünktlich um 1 war Schluss und der Rest  herrliche Ruhe. Spät am nächsten Morgen zum Frühstück, perfekt mit einem eigenen Koch der jegliche Art der Eierspeise zauberte. Leider hatten wir keine Zeit mehr in das tolle Schwimmbad zu gehen, aber ein kleines Sonnenbad auf der Terrasse war auch nicht schlecht. Als Schmerzensgeld für den Lärm bekam jede Person noch € 10,- von der Rechnung abgezogen. Bei strahlender Sonne ging es dann weiter über eine Traumstrecke, durch unbekannte Schluchten und Täler zum Pillersee und weiter über Kössen und Walchsee nach Oberaudorf. Hier hatten wir in Wolff`s Restaurant reserviert, wieder ein Glücksgriff. Horst und Petra warteten dort am Sandstrand in den Liegestühlen und wir haben die perfekte Küche auf der Terrasse genossen. Danach war freie Rückfahrt.

Fazit: Traumhafte Ausfahrt über eine traumhafte Strecke. Aber viel zu kurz, man sollte mindestens eine Nacht dranhängen um das Hotel zu genießen.

 

Gipfeltreffen         30. September bis 4. Oktober

Teilnehmer horst – klaus – jürgen – gerhard – helmut – robert - fritz + 2 gastteams         

Danach stand das Gipfeltreffen auf dem Plan, organisiert von Christa & Helmut. Erster Unterschied zu unseren Fahrten, man traf sich zum Mittagessen. Macht bei längeren Strecken durchaus Sinn, wir werden es schamlos in der Zukunft kopieren. Man traf sich in Sigmaringen in der Fußgängerzone zum Mittagtisch bei schönem Wetter. Danach ging die Tour in das immer wieder berauschende Donautal bis Tuttlingen. Dort ein Megastau wegen Arbeiten an der Ausfallstrasse nach Villingen. Die Navi’s kollabierten und ließen uns zweimal durch die verstopfte Altstadt stöpseln. Irgendwann eine tolle Szene, unser Oberlemming stöpselte uns auf der Gegenfahrbahn entgegen. Also Lemmingdasein ade und die nächste Abfahrt nach Donaueschingen nehmen, keine drei Kilometer waren wir dann auf der schönen Originalroute. Irgendwann magnetisierte sich der FkA wieder zusammen. Nächster Halt Schramberg, das Museum für Kleinfahrzeuge auch beim dritten Mal höchst interessant weil mit vielen neuen Exponaten. Kurzer Kaffee noch, dann weiter zum Ziel in Bad Griesbach-Peterstal zum Adlerbad. Eine sehr gute Wahl, große saubere Zimmer und der beste Service des ganzen Jahres. Wir hatten die 5 Gang Halbpension, auch sehr gut. Und im Kaminzimmer durften wir bleiben solange wir wollten, niemand warf uns heraus. Nächster Tag leider etwas Nieselregen. Zuerst alle hinter dem Oberlemming her, unsere Garmins wollten überall hin nur nicht dahin wo der Oberlemming hin wollte. Er hatte einfach vergessen, Autobahn vermeiden einzustellen. Ist uns noch nie passiert, oder wenn dann nur etwa 15 - 18 Mal. Also auf der Ausweichroute zur Rheinfähre und dann nach Neuf-Brisach. Komplett aus der Retorte entstandene Befestigungsstadt von Vauban, man schlenderte auf den mächtigen Befestigungsmauern herum. Weiter ging es dann nach Mulhouse zum Schlumpf-Museum. Auch hier trotz mehrfachem Besuch wieder Atemberaubend, sogar jetzt mit Vitrinen voller Kühlerfiguren. Dadurch hatten wir den Abfahrtstermin versemmelt und düsten der Gruppe zum Grand Ballon hinterher. Man konnte den Pass nicht sehen, denn wir stocherten direkt in den Wolken herum. Auch der FkA-Magnetismus versagte, wir kachelten vernebelt an der Gruppe vorbei zum Col de la Schlucht. Dort war gerade Almabtrieb und unser MG war plötzlich buchstäblich angeschissen. Vor Munster genehmigten wir uns einen Kaffe, dann zurück zum Hotel. Leider war dann auch noch eine deftige Umleitung, so dass wir knapp vor der Dunkelheit eintrafen, auch ziemlich knapp vor dem Abendessen. 359 Kilometer waren wahrlich kein Pappenstiel. Abendessen wieder sehr gut und Bar wie gehabt. Nächster Tag zuerst einmal Trockenheit, wenn auch ziemlich frisch. Diesmal waren die Nordvogesen geplant. Die oberrheinische Tiefebene platt und langweilig, aber dann wurde es wieder schön. Erster Halt Saverne mit einem gewaltigen Schloss – dort feierten aber schon andere Veteranen, welche mit jeder Menge Orden. Also rum um das Ding und weiter zum Mittagessen in Lutzelbourg zum Restaurant de Vosges. Liegt schon in Lothringen, aber das bestellte 3-Gang Menue war hervorragend und kam richtig flott, toller Laden. Gut abgefüllt dann weiter zum Schiffshebewerk von Arzviller. Imposant und sehr eindrucksvoll wie gleich 3 Schiffe in einer riesigen Badewanne den Berg hinauf gezogen wurden. Dann weiter in die Nordvogesen hinein, auch hier tolle Strecken und viel einsamer als im Südelsaß. Mitten auf einem Berg dann etwas ganz Tolles, die Oberlemminge hatten eine riesige Kaffeethermoskanne im Wiesmann und es gab am Gipfel Kaffee und Kuchen. Die neidigen Blicke der Biker waren herrlich. Weiter dann auf dem kurvenreichen Geläuf. Uns führte das Navi nach dem Tanken dann noch auf eine Sonderschleife über einspurige Bergsträßchen verspätet zum Hotel nach sich zog. Essen – Bar – Perfekt.

Am nächsten Tag zuerst auf einer Traumstrasse hinauf auf den Kandel, dann weiter nach Kirchzarten zum Museum Volante. Zuerst eine knappe Führung wegen Umbaus für ein Event, dann in das hauseigene Restaurant Mangusta. Leider mussten wir eine Dreiviertelstunde auf unsere Pizza warten, dafür war sie aber auch sehr gut. Zuletzt bekamen wir noch vom Besitzer Herr Waltz eine persönliche Führung mit sehr interessanten Fakten über seine Sammlung. Leider war der Zeitplan vollkommen in die Knie gegangen, der Schauinsland wurde ersatzlos gestrichen und es ging trotzdem schön kurvig auf den Feldberg zu Kaffee und Kuchen. Die haben es sogar geschafft, Kirschwasser für den obligatorischen Schwarzwälder Kirsch zu verfestigen. Dann wieder ab ins Hotel, diesmal ohne Umleitung oder Eselspfad. Letzter Tag, raus aus dem Schwarzwald, knapp an Tübingen vorbeigeschrammt zum letzten Halt, dem Mittagessen in der Ehinger Rose. Gut und fein, was beim Mittagtisch begann sollte dort auch enden. Wir fuhren ohne Autobahn heim, machten aber vor Augsburg das Dach wieder drauf und kamen bei Nieselregen wieder zuhause an.

Fazit: Viel zu Fahren und viel zu Sehen, ein gelungenes Gipfeltreffen mit einem tollen Hotel. Dank an christa & helmut für die perfekte Organisation.

 

Oldtimermesse Salzburg          15. Oktober

Teilnehmer      robert

Nächster Termin waren dann die Oldtimermesse in Salzburg. Wir waren noch nie dort, weil wir immer zu der Zeit die Herbstfahrt hatten. Und waren von der Messe positiv überrascht. Erst einmal sehr viel Platz, zwischen den Ständen und auch auf den Ständen. Durchaus internationale Händler wie LMB aus Belgien. Sehr schöne und interessante Autos. Natürlich wie überall jede Mange Porsche, aber auch durchaus Exoten aus Österreich. Das Angebot der Zubehör Händler ganz anders als gewohnt, mehr Repliken in Blech als Originale. Aber eine komplett neu nachgebaute Tankstelle hat uns spontan begeistert, aber wohin damit ? Dazu eine umfassende Präsentation aller Vespa-Modelle. Wir haben den Tag dort sehr genossen und werden wenn möglich wieder dorthin fahren.

 

Herbstfahrt          21. bis 23. Oktober

Teilnehmer     horst – hannes – gerhard – klaus – helmut – dietwart –

                        harald – gerhard w – robert - fritz

 

Freitags ging es auf große Herbstfahrt, der obligatorischen Jahresabschlußfahrt  von karin und harald liebevoll organisiert. Auch hier traf man sich erst zum Mittagessen im Norden Nürnbergs im Bammes. Wegen der 200 Km Fahrt Autobahn wurde auf den Oldtimer verzichtet und der kleine Figaro Youngtimer bemüht. Außerdem hat er eine sehr gute Heizung, denn es war kalt und es sollte kalt bleiben. Nach netter Begrüßung der Eintreffenden Lemminge gab  es ein sehr gutes Mittagessen, dann nach einem kleinen Stau in Fürth nach Navi durch eine leicht vernieselte Landschaft zur Wallfahrtskirche Maria im Wingarten mit der berühmten Madonna. Dann nur noch ein kurzes Stück hinein nach Volkach zur Schwane, Zimmer bezogen und die Autos auf dem nahen Parkplatz geparkt. Es war noch Zeit für einen Spaziergang durch Volkach und einem sehr guten Stopp im ältesten Café des Ortes. Am Abend erwartete uns ein köstliches 4-Gang Menue mit 8 korrespondierenden Weinen. Der Schwane ist nebenbei ja auch Winzer. Spät locker beschwingt zu Bett.

Nach einem guten Frühstück ging es dann durch leicht neblig-nieselnde herbstliche Landschaft nach Würzburg zur Wallfahrtskirche Käppele, ein fulminantes Teil im Rokoko von Balthasar Neumann. Nach ausführlicher Besichtigung weiter bis zur Residenz zum Parken. Fussgängig ging es zum Mittagestisch ins berühmten Bürgerspital, ebenso schmackhaft wie düster. Gesättigt wurden wir durch die Residenz geführt und erfreuten uns an Prunksucht und Größenwahn der Vorfahren. Später ging es aus Würzburg hinaus zur Art of Choclate in Schwarzach. Millionen von Kalorien wechselten dort den Besitzer. Dann wieder zurück nach Volkach und schon traf man sich wieder im bekannten Café. Abends zuerst eine Weinprobe in den Kellergewölben, dann zum sehr guten Abendmahl.

Sonntag nach einem sehr guten Frühstück Abschied von Volkach, sogar eine Kiste Wein fand noch Platz im Figaro. Erstaunlicherweise schien die Sonne  beim nächsten Halt, der imposanten Klosterkirche von Münsterschwarzach. Außer imposant war aber nicht viel zu sehen, im kargen Innenraum wurde gerade zelebriert und da wollten wir nicht stören. Also weiter hinein wie geplant in das liebliche Taubertal, dort gab es bei Sonne einen schöner Baileystop an der Tauber. Anschließend fuhren wir an Rotenburg vorbei direkt hinein in zwei gewaltige Umleitungen. So kamen wir etwas verzögert zum Mittagstisch im Sixtenbräu zu Nördlingen. Dort war gerade Markttag, entsprechend voll waren Wirtschaft und Ort. Aber das Warten auf die Ente hat sich gelohnt. Gesättigt ein Gang in die schöne Altstadt mit vielen Buden und Menschen. Beides mag unser Hund nicht wirklich und wollte bald getragen werden. Ab hier war sowieso freie Fahrt nach Hause, und dabei regnete es auch bald wieder.

Fazit: Tolles Hotel, schöne Strecken – leider kein so tolles Wetter. Aber der letzten Fahrt im Jahr kann auch das Wetter nicht schaden. Dank an karin und harald für ein schönes Wochenende – wir werden einen ganzen Winter davon zehren.  

 

Retro Classica Bavaria          9. bis 10. Dezember

Teilnehmer     horst – matthias – harald – robert - fritz

Letztes Ziel dieses Jahr war die Retro Classica Bavaria in Nürnberg, die neue Messe im Dezember. Ich bekam vom Veranstalter vorher fast täglich Berichte über die sich überschlagenden Rekorde für die Veranstaltung. Es wäre allerdings besser gewesen, diese Energie für die Suche nach Ausstellern einzubringen. Wir sind am Freitag zusammen mit harald & karin abgefahren, die Autobahn war erstaunlich leer und wir waren schnell am Messezentrum Nürnberg. Eintritt für Senioren € 13,-, für Erwachsene € 15,- . Hinein in die Hallen, in der blumigen Ankündigung waren es deren 5, später wurde berichtet, wegen der immensen Nachfrage musste noch eine Halle zusätzlich eingeplant werden, machte dann letztendlich 4 Hallen, rein rechnerisch und logisch.

Es wurde wirklich großzügig mit Platz umgegangen, die Gänge waren breit und die Stände groß und Busse und LKW konnte man sogar ohne Weitwinkel mit genügend Abstand fotografieren. Das ‚riesige Angebot internationaler Händler’ war ziemlich regional begrenzt und auf Porsche fokussiert. Selbst Händler wie Mirbach und Feierabend fehlten. Dementsprechend war das Angebot dünn, wenn man Oldtimer (außer Porsche) suchte. Bei modernen Neuwägen war allerdings die Auswahl recht gut, besonders Citroen verzichtete auf seinem Stand vollkommen auf ablenkende Oldtimer. Auch wer sich für Whirlpools, Strandkörbe und Tresore interessierte, wurde fündig. Der Teilemarkt bestand vornehmlich aus Emailschildern (neu), Werkzeug (neu) und Modellautos (neu). Am interessantesten waren noch die privaten Autoverkäufe – das war es aber auch schon. Wir waren so gegen 11.30 Uhr eingetrudelt, trotz Mittagessen und Kaffeepause hatten wir um 15 Uhr alle Hallen zweimal durchwandert. An sich wollten wir uns gemeinsam einen Jaguar XK als Alternative für den Alvis anschauen, aber es wurde keiner auf der Messe angeboten. Aber natürlich haben wir trotzdem etwas Tolles erstanden, leider keine Kühlerfigur, denn auch davon gab es kein einziges Angebot, aber wirklich innovatives Verbandsmaterial. Die Messe hat sich also gelohnt. Ich befürchte nur, im nächsten Jahr werden wir nicht mehr nach Nürnberg kommen. Und dass, obwohl laut Bericht vom Veranstalter schon am ersten Tag das Ziel von 30.000 Besucher erreicht wurde und aufgrund des immensen Erfolges die Anzahl der Hallen verdoppelt können sollen möglich sein werden. Oder so ähnlich. Aber die Fahrt war ja nicht umsonst, dafür sorgte zum Einen das Romantikhotel Rottner und dort vor allem der Koch. Und am Samstag besuchten wir das Germanische Nationalmuseum mit der sehenswerten Ausstellung über Karl IV. Aber auch der Rest des Museums ist immer einen Besuch wert. Danach stand der Nürnberger Christkindlmarkt auf dem Plan. Den Plan hatten allerdings andere auch. Dank haralds guter Führung haben wir sogar von einer erhöhten Stelle die Dächer der Buden gesehen, am Markt selber wurden wir an ihnen vorbeigeschoben, die Menschenmassen verhinderten einen Blick auf die Auslagen. Immerhin kamen wir am Rande des Trubels zu ‚Drei im Weckla’ – und schon hatte sich auch dieser Besuch gelohnt. Wie immer ist man später klüger, wir hätten am Donnerstag fahren und Museum und Markt mit weniger Zulauf besuchen sollen und am Freitag dann die Messe.

 

War doch gar nicht schlecht, das Jahr

 

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Freundeskreis klassischer Automobile
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