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LEMMING NEWS  09/2021

 

Liebe Lemminge,

 

 

Im August konnte man sich leicht Gefrierbrand holen, jetzt im September verwöhnt uns Petrus mit angenehmen Temperaturen und dauerhaftem Sonnenschein. So sollte es ja auch sein – immerhin kommen jetzt hintereinander vier längere Fahrten, von denen wir die kühlen Monate zehren müssen. Die erste Fahrt die Landsmann Klassik Tour wurde auf massivem Druck von Anfang August auf Anfang September verlegt, um der mörderischen Hitze des Hochsommers zu entfliehen – geschah mit Erfolg, hier ein kurzer Bericht:

 

19. Jack-Landsmann-Klassik-Tour 2021

 

Wie gewohnt ging es für uns am Mittwoch, den 1. September los, da der erste Programmpunkt am Donnerstag schon um 9 Uhr stattfinden sollte. Also in aller Ruhe aufgetrailert und die 211 Km bis Tübingen stressfrei gefahren. An den Bus-Hallen abgetrailert und die Oldies geparkt, dann mit den Zeller’s im Mini zum Hotel am Schloss. Stau und eine abenteuerliche Stichstraße hinauf. Parkplätze Mangelware aber das freundliche Hotelpersonal regelte Alles gekonnt. Nette Zimmer im Nebenhaus – sogar für Bailey mit einem klitzekleinen Garten.  Es folgte ein  Stadtbummel mit kalten Getränken auf dem schönen Marktplatz. Allerdings wüteten in der gesamten Innenstadt die Wahlveranstaltungen und so manche irrwitzige Parole wurde hinaus trompetet. Oben am Hotel war es ruhig und auf der Terrasse beim Abendessen gab man sich vollends der guten Küche und den Getränken hin. Der Anfang war gelungen.

 

Traditionell beginnt die Rallye mit einem Frühstück im Boxenstop – diesmal nicht auf der Terrasse sondern in der total umgebauten Büssinghalle. Erstaunlich wie die vielen Umbauten das Ganze verbessert und verschönert haben. Spannend, was sie in Zukunft noch zum Umbauen finden werden – warten wir´s ab. Es gab reichlich zu futtern und man konnte die Polos und das Roadbook abholen. Kurz nach 10 Uhr ging es dann los, schon nach der dritten Ansage war die Strasse gesperrt, kein Problem, kurz verbotenerweise gerade aus weiter und schon stimmte es wieder. Hinaus aus Tübingen in Richtung Nordschwarzwald - wunderschön auf kleinen Strassen bergauf und bergab, dann sollte es links über eine Brücke ins angepriesene Seitzental gehen – Brücke gesperrt – schon die dritte Umleitung !  (Um authentisch zu sein auch hier im Text eine Umleitung, deshalb bitte auf der nächsten Seite bei U3 weiterlesen…)

 

U3 Ende. Der empfohlene Gasthof Lauterbacher Hof war ebenso idyllisch wie geschlossen, also weiter bis zu einer alten Steinbrücke. Dahinter luden Sonnenschirme zur Rast. Eingeparkt und zu Fuß über die einspurige Brücke – dahinter stand der 1913er Delage der Zeller’s mit defekter Schaltgabel.  Bei kalten Getränken wurde das Weitere besprochen, Marina fuhr im Nash mit und Rolf wartete auf den lieben Heinz mit dem Abschlepper und kam dann direkt ins Hotel. Bei schönstem Sonnenschein weiter, wieder nervten einige Umleitungen, dann kurz vor dem Ziel getankt und zum Hotel Neues Tor am Altstadtring von Bad Wimpfen. Von außen unspektakulär, hinein in die geniale ebenerdige Tiefgarage. Den braven Lagonda „Elsie“ ausgepackt und an die Rezeption. Nach Überprüfung unserer Impfungen betraten wir das Zimmer – nicht nur dem Hund entwich ein überraschtes WOUW – 3 Meter hohe Räume, Dusche und WC getrennt und vom Feinsten, hinter einer Tür die Minibar mit

 

 U3 – ein netter Mensch mit Nachwuchs gab uns den Tipp, im nächsten Ort die Brücke zu nehmen und dann am anderen Ufer zurückzufahren. Den reichlich herumirrenden Oldtimern winkten wir damit sie und folgen sollten – sie winkten nur freundlich zurück. Aber es klappte für uns, nach zwei Kilometer Umweg enterten wir das Seitzental, herrlich knackig bergauf. Dann weiter durch Wälder und Fluren, irgendwann waren wir wieder hinter dem Nash von Helmut – also war die Navi-Ersatzstrecke zwar kürzer aber nicht so spektakulär, deshalb zurück zum Text nach U3 Ende.

 

 

Nespresso-Maschine und Kapseln – purer Luxus. Hier wurde an Nichts gespart, der Fernseher war unsichtbar im deckenhohen Spiegel installiert. So viel Technik, das Meiste haben wir bis zur Abreise nicht gecheckt – glücklicherweise funktionierte die Toilettenpapierrolle manuell…  Unser Gepäck war ja schon in Tübingen abgegeben worden und stand im Zimmer bereit. Dann noch kurz Gassi und auf die Terrasse zum kühlen Getränk. Das Hotel ist wahrlich eine Reise wert.  Abends umgezogen und zum Empfang auf die Terrasse – wir waren ja durch viele Weinberge gefahren, und so gab es Riesling und Grauburgunder von guter Qualität und eine witzige Vorstellung der Teams . Trotz der kühlen Nächte fanden alle Abendessen auf der Terrasse statt, dank einiger Heizbirnen und Strahler an den Schirmen, den unteren Rest wärmten flauschige Decken und reichlich Alkohol. Die Speisen waren fein, die Gesellschaft lustig und der Abend spät – was will man mehr.

 

 

 

 

 

 

Am Freitag den 3. September wieder bestes Wetter, also gegen 10 Uhr hinaus auf die Strecke – sehr gut ausgesuchte Strassen, immer wieder bergauf und bergab. Einfach schön, hinter 100 jährigen Fahrzeugen her zu fahren. Mittag dann in einem Traum von Gasthaus, dem Loewener Thor. Wir saßen im Innenhof neben dem kühlenden Mühlbach, die Räume begeisterten mit schöner Holzvertäfelung und prachtvoller Ausstattung – auch diesen Namen sollte man sich merken. Speisen sehr gut, einfach toll. Leider hatte das uralte Gebäude aber ebensolche uralten Treppenstufen, die Ulla zum Sturz brachten und den Ellenbogen brachen. Alle waren bestürzt und halfen. Weiter ging es, mehrfache Umleitungen regten zur Hirntätigkeit an und man landete dann in dem Parkhaus in Eppingen. Hier gab es eine Stadtführung, geprägt von interessanten Details zum Fachwerkbau und weniger Interessantes zur Verschiebung der Gartenschau. Leere Beete haben irgendwie keinen Reiz.  Danach weiter Richtung Hotel, getankt und eingeparkt. Unsere Bailey hat auch Bedürfnisse, deshalb trugen wir Sie in den hübschen, kleinen Park an der Stadtmauer und schauten ihr beim Schnüffeln zu. Dann wieder umgezogen und auf der schönen Terrasse einen herrlichen Abend verbracht. Samstags ging es etwas früher los, denn der Besuch des Deutschen Zweirad und NSU Museums in Neckarsulm stand an. Die freundliche Direktorin half beim Einparken und begrüßte uns herzlich. Dann hinein in die heiligen Hallen – noch nie habe ich so viele frühe Motorräder gesehen, die berühmtesten Marken waren hier auf 4 Stockwerken vertreten. Dazu skurrile Erfindungen, jede Menge Hilfsmotoren für Fahrräder – ich kann nur empfehlen sich diese hochwertige Sammlung anzusehen. Dann ging es weiter, buchstäblich zur Zwangsentwässerung in der Bäckerei Kolb – denn am angebotenen Picknickplatz fehlten Toiletten. Irgendwie kontraproduktiv, da man mit den großzügigen Gutscheinen wieder  Alles nachfüllen konnte. Bei der Weiterfahrt sollte ein sehr steiles Stück unter die Räder genommen werden, es entwickelte sich zum Albtraum. Die einspurige Strasse führte sehr steil und kurvig bergauf – von oben kam aber immer wieder Gegenverkehr, der rigoros und rücksichtslos die 

 

Oldies zum Halten und Rückwärtsfahren zwang. Wir mussten mehrfach ausweichen und wieder am Berg anfahren, was die Kupplung mit leichten Rauchzeichen quittierte und die Luft stark aromatisierte. Irgendwann flüchteten wir in eine kleine Nische neben Blumentöpfen und harrten aus. Als Krönung kam dann noch ein Traktor mit Hänger, der mal kurz durch das Knäuel wollte. Vom gegenüberliegenden Haus wurden wir im besten Schwäbisch beschimpft – zum Glück verstanden wir das Wenigste. Irgendwie war die ganze Situation nicht ganz entspannt. Als sich der Stau etwas aufgelöst hatte, hängten wir uns hinter den Nash und den Bentley Silver Cloud, die uns souverän den Weg frei räumten. Oben am Gipfel durchgeatmet, die brave Elsie gestreichelt und weiter zum Picknick gefahren.  Bei guten Maultaschen und schattigen Bäumen beruhigten sich die Gemüter -  nur gut, dass Einige wegen der Umleitungen die Originalstrecke gar nicht gefahren sind. Man war eigentlich nur froh, dass Kupplung und Bremsen die Strapaze einigermaßen überstanden haben. Auf der Weiterfahrt hatte man erstaunlicherweise ganz vergessen Umleitungen einzurichten. Deshalb

 

 

früh genug im Hotel angekommen um Bad Wimpfen zu besichtigen. Wunderschöne Altstadt mit viel Fachwerk, aber auch zeitgenössisches Kopfstein-Pflaster, besonders bei den Bergaufpassagen schwierig. Am Hauptplatz traf man sich zum Aperol, dann schnell zum Hotel und zum Abendessen umgezogen. Zuerst gab es einen kleinen Empfang mit traditioneller Tombola, bei dem der Master of Desaster einen kräftigen Whisky-Pur-Cocktail ausgab. Für viele Damen zu kräftig, so dass einige Herren mehrere Cocktails abbekamen, wie sich später herausstellte war selbst das starke Geschlecht dafür  zu schwach…….

 

 

 

Dies hatte durchaus auch eine Nerven beruhigende Wirkung. Es wurde auf die im nächsten Jahr stattfindende 20. Jack-Landsmann-Klassik hingewiesen, die entsprechend zelebriert werden soll. Es soll in den Schwarzwald gehen und soll einen Tag länger dauern. Und die vorgeschlagenen Unterkünfte haben Gourmetküchen. Dann beschwingt zu Tisch und den dritten Abend in Folge draußen diniert – was uns diesen Sommer zu Hause noch nicht gelungen war.

 

Am Sonntag dann gepackt und südwärts gen Tübingen. Wieder nervige Umleitungen aber zum Glück viel Sonne. Erstaunlich wie viele notwendige Reparaturen in einem Wahljahr sich kumulieren. Auf einem genial direktem Weg zum Boxenstop. Hier war viel los, zeitgleich gab es die Freundschafts-Ausfahrt mit vielen Teilnehmern und deshalb waren Sitzplätze Mangelware. Kurz Kaffee & Kuchen eingenommen, dann weiter zum Trailerparkplatz und aufgeladen.                         

 

FAZIT: es macht einfach Spaß gemeinsam mit Vorkriegs Oldtimern und schönen Klassikern zu fahren – die Strecken waren schön ausgesucht, wenn es die Umleitungen zuließen. Das Hotel eine Wucht, die Verpflegung sehr gut und die Teilnehmer eine große Familie. Wenn man jetzt noch solche  Erstbesteigungen vermeidet, hätten wir ja gar nichts mehr zu meckern. Aber vielleicht sollte man als Apero kein Wasserglas Whisky mehr offerieren, dann wäre Einigen am Sonntag die Heimfahrt etwas leichter gefallen.

 

Wir freuen uns schon auf die 20. JLK!

 

 

 

GIPFELTREFFEN RHÖN

 

Warum ist es am Rhön so schön… wer kennt es nicht, dieses bekannte Lied. Um den Wahrheitsgehalt zu bestätigen, ging diesmal das Gipfeltreffen in diese Gegend – Corona bedingt sollte auf Auslandsfahrten ja verzichtet werden. Nicht ohne Probleme konnten helmut & christa dann auch eine ansprechende Bleibe in Bad Kissingen buchen, das Grandhotel Kaiserhof Victoria. Treffpunkt war Nördlingen zum Mittagessen, also den Boliden am Donnerstag beladen und kurz über die Autobahn und B 2 gedonnert – leider nicht lange, denn die B 2 war komplett gesperrt und es gab einen Megastau. Dann über Land weiter, der geplante Stadtbummel fiel dem Stau zum Opfer und spät erreichten wir Kleibl’s Restaurant zum schmackhaften Frühstück/Mittagsessen. Ach ja, es gab ja auch Wetter, bedeckt und immer wieder Regengüsse. Das machte der Stimmung aber nichts aus. Gestärkt nahmen wir die 220 Km bis ins Hotel unter die Räder. Je Rhöner, desto trockener. Dafür nervten viele Umleitungen. Noch kurz vor dem Hotel getankt, immerhin waren es heute 338 Km. Das Hotel ein Belle-Epoque-Palast um 1900, riesige Räume mit prunkvollem Dekor. Dann zuerst in die Tiefgarage, den Boliden ausgepackt und das Zimmer bezogen. Wir residierten im modernen Gartentrakt, überaus hundefreundlich mit kurzem Weg ins Grün. Zimmer komfortabel mit Balkon und großer Dusche. Man traf sich in der Bar, jürgen & ute waren direkt zum Hotel gefahren und hatten einen Gang in den Ort hinter sich. Es wurde viel gelacht, dann zum Abendessen umgezogen. Im riesigen Jugendstilsaal war unsere Tafel, man bekam einen Handschuh und durfte sich das 5-Gang Menue vom Büffet holen. Hat den Vorteil, dass man bei mehreren Gängen schon Kalorien verbrennt und man auswählen kann, was einem mundet. Aber frisch zubereitet ist anders. Trotzdem super Preis-Leistungsverhältnis und Mövenpick Eis soviel man vertrug – schorsch war Sieger. Danach in die Bar zum verdienten Absacker.

 

 

 

 

Am Donnerstag trockenes Wetter, sogar die Sonne kam heraus. Ab in die Rhön, schönes hügeliges Gelände und bald zum ersten Stopp, dem Deutschen Fahrrad-Museum in Bad Brückenau. Hier konnte man die Privatsammlung in einer herrschaftlichen Villa bestaunen. Ich habe noch nie so viele frühe Holzräder, Hochräder und Rennräder gesehen. Jeder Raum mit erstaunlichen Raritäten bestückt, dazu Vitrinen voller

 

 

Zubehör, eine authentische Werkstatt und ein Fahrradladen der 50er. Dazu Roller, Hilfsmotoren und einige Mopeds und Pedelecs. Dieser Besuch war ein Highlight und wenn man in der Nähe ist, unbedingt ansehen. Dann führte das Navi nach Fulda zum Mittagessen.

 

Zuerst wurde der Dom besichtigt, mächtiges Teil aber ohne Flair, durch den Dahlienpark zum ‚Da Vinci’ zu genial guter Pizza & Espresso. Fulda hätte `nen längeren Besuch verdient, wir hinkten aber dem Zeitplan hinterher, deshalb wurde der Besuch von Point Alpha gestrichen und direkt zur Wasserkuppe gefahren. Soweit die Absprache – helmuts Navi war anderer Ansicht und so waren wir etwas früher dort und schauten den Segelfliegern zu. Als alle da waren, wurde Kaffee getrunken und jürgen, christa und uli gönnten sich einen Rundflug mit einem Motorflugzeug.

 

 

 

 

Dann wieder zurück zum Hotel, wir hatten sogar Zeit für einen kleinen Stadtbummel – aber um 17.30 Uhr schlossen die Geschäfte – denn um die Zeit speisen auch die meisten Kurgäste. Für wen sollte man dann noch offen halten. Im Kurpark noch ein Wasserspiel mit lauter Rockmusik – deshalb leer – warum sollte man sich auch den Gästen anpassen? In der Wandelhalle haben wir dann das Heilwasser probiert – wer die Rostbrühe überlebt, ist wahrlich gesund. Dann wieder in unsere Speisehalle und behandschuht die 5 Gänge geholt. Wie immer bei uns ging es ruhig, ernst und gesittet zu….

 

 

Samstag denn noch besseres Wetter und kurvigere Strassen, erstes Ziel Noah’s Segel, ein toller Rundblick von einem Hügel, aber der Hit war eine Korkenzieher-Röhre zum runter rutschen – die Rentner Gang nutzte es mit hörbarem Vergnügen. Dann weiter nach Eisenach, alle Parkhäuser waren besetzt – schlechtes Omen. Wir fanden aber einen Parkplatz und schlenderten zur Heimat, wo unser Mittagessen stattfand, eine Orgie aus Thüringer Bratwurst und anderen Spezialitäten – wirklich sehr schmackhaft. Da der Parkplatz zur Wartburg gesperrt war, wollte man dorthin laufen. Aber das schnell organisierte Großraum-Taxi war die bessere Wahl und

brachte uns bis vor die Zugbrücke. Die Wartburg ist von außen sehr imposant, im Innern aber eine Mogelpackung – der Historismus um 1900 hatte voll zugeschlagen und ein Zerrbild des Mittelalters hinterlassen. Durchaus kunstvoll und von bester Qualität, aber eben nicht original. Einfach wie ein Pur Sang Bugatti – sieht fast echt aus, ist es aber nicht. Dafür war das Museum hervorragend, weltberühmte Cranach, Riemenschneider und seltene Bücher – dann kam die Abteilung Luther – er hatte sogar einen Löffel, wie die gepanzerte Vitrine bewies. Und er war Zeitreisender, denn er konnte in „seiner“ Schreibstube Tintenflecke hinterlasen, obwohl diese erst 200 Jahre später entstanden ist. So ist es halt mit dem Glauben….. egal, die Burg ist sehenswert, und wir wurden vom Taxi auch wieder bequem zu den Boliden gebracht. Ab hier freies Blasen, bis Meiningen auf schönen Landstrassen, das letzte Stück wegen des abgestürzten Zeitplans per Autobahn. Damit konnten wir uns auf der Hotelterrasse noch einen Kaffee und Getränke gönnen, bis die allabendliche Speisefolge seinen Lauf nahm. Wie immer endete der Abend in der Bar – allerdings war mein Hund jetzt ausgeschlafen und hetzte mich durch das gespenstisch leere Kissingen..

 

 

Sonntag dann nach dem Frühstück gepackt und auf in den Süden. Die Umleitungen hatten sich aber noch nicht verzogen und sorgten für Abwechslung. Am Main dann die BP-Pause (Bailey's / Pinkeln), dann weiter durch das wunderschöne Taubertal bis nach Rothenburg auf den Parkplatz. Hinein in die Altstadt zur Schranne, wo wir zur Dezimierung des fränkischen

 

Karpfens beitrugen. Rothenburg ist auch ohne Asiaten schön, man bummelte herum, trank Kaffee und wir fanden sogar in einem offenen Laden den lange gesuchten Polsterstoff – immerhin ein langlebiges Andenken an die schöne Stadt. Hier war auch das Ende des Hinterherfahrens, wir nahmen die Landstraßen bis Donauwörth, dann die B2 und die A8 bis nach Hause. Als der Bolide wieder im Carport stand, begann es leicht zu nieseln.

 

Dank an helmut & christa für  die schöne Fahrt, die Verpflegung und Unterbringung sehr gut, die Besichtigungen sehenswert und die Stimmung bestens – eigentlich wurde nur Eines beim diesjährigen Gipfeltreffen schmerzlich vermisst –  Gipfel von Bergen….     

 

WICHTIGE GEDANKEN ÜBER UNSER FAHRTEN

Bei den letzten Fahrten wurde nicht nur gelacht, es gab auch einige seriöse Gespräche über Verbesserungen bei den Ausfahrten - vielleicht hat man es selbst schon gemerkt, nicht nur unsere Fahrzeuge werden jedes Jahr älter. Und trotzdem werden die Anfahrten zu den Ausfahrten immer länger, jeder temporäre Oberlemming will seinen Lemmingen etwas Unbekanntes und Neues zeigen. Und da wir in den letzten 32 Jahren die Umgebung mehrfach gründlich abgegrast haben, werden die Entfernungen zu unbekannten Ufern immer länger. Zwangsläufig aber auch die Fahrzeuge immer jünger, um diese Distanzen zu bewältigen. Und die Anzahl der Schnellstraßen- und Autobahnetappen immer größer – was wiederum das Alter der Fahrzeuge beschneidet. Klartext: lange Tagesetappen verhindern Oldtimer. Das ist komplett im Widerspruch zu unseren Vorstellungen. Komplett davon ausgenommen ist das Gipfeltreffen. Dies ist eine fahrdynamische Ausfahrt, die am Besten in die Berge geht und der Fahrspaß liegt hier im Vordergrund. Wer sich hier einen gemütlichen Tag mit kurzen Etappen zwischen den Verköstigungen vorstellt, liegt falsch und sollte sich dazu nicht melden. Es wird hier flott gefahren – nicht gerast – aber es wurde einmal geschrieben: Boliden bollern durch die Bolomiten. Also Gipfeltreffen nehmen wir mal raus.

Aber es ist uns selbst jetzt auch passiert, wir wollten in den Odenwald und der liegt leider nicht bei Augsburg. Wir haben 290 Km Anfahrt – natürlich für Figaros nicht so strapaziös, denn sie haben Automatik und Klimaanlagen und sind gerade mal 30 Jahre alt. Aber wir sollen die Fahrt ja genießen, also keine Autobahn oder Schnellstraße. Und ab und zu eine Pause ist auch nicht schlecht und vielleicht etwas Sehenswertes. Damit beginnt der Jonglierakt zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Und dann am Freitag eine kleine Runde mit vielen Sehenswürdigkeiten und am Sonntag dann mit dem gleichen Dilemma heimwärts. Also irgendwie komplett daneben – wird auch nicht wieder vorkommen. Sorry harald, für die Herbstfahrt gilt dasselbe. Anfahrt Landstrasse 326 Km bedeutet mit Oldtimer 6 ½ Stunden Fahrt – das ist zuviel und macht keinen Spaß. Wir suchen immer schönere und luxuriösere Hotels aus und kommen meist so spät dort an, dass man den Luxus gar nicht mehr nutzen kann und immer in Zeitnot ist. Konsequenz – entweder auf Oldtimer verzichten oder schon bei der Anfahrt eine Übernachtung einplanen. Bitte nicht falsch verstehen, wir freuen uns auf Speyer und übernachten gerne zusätzlich für den Genuss einer organisierten Herbstfahrt.

Aber wenn wir zukünftig Fahrten für Oldtimer planen, sollten wir folgende Grundregeln beachten:

Grundregel 1 – Maximal  250 Km als Anfahrt und Heimfahrt (Vorkrieg 150 Km)

Grundregel 2 maximal 200 Km pro Fahrtag (Vorkrieg 120 Km)

Grundregel 3 – mindestens 2 Stunden vor dem Abendessen im Hotel ankommen

Grundregel 4 – lieber einen Programmpunkt in Ruhe als zwei Programmpunkte mit Zeitdruck

Grundregel 5 – Anweisungen befolgen, Roadbook lesen (dafür wurde es erstellt)

Grundregel 6 – der temporäre Oberlemming ist weder Reiseleiter, noch Meteorologe noch   Vorkoster beim Gaultmillau, noch Umleitungsbeauftragter - seine Motivation ist Freude für Freunde bereiten – Meckern und Beschwerden dezimiert diese Freude

 

Wenn wir uns daran halten, werden wir schöne und entspannte Fahrten haben. Und auch wenn wir die Straßen und Sehenswürdigkeiten schon kennen, sie verlieren Ihre Schönheit nicht durch mehrfachen Besuch – und der London Brighton Run wird seit 1905 fast ununterbrochen auf der selben Strecke organisiert und es melden sich immer noch mehr Teilnehmer als es Startplätze gibt. Ich würde mich freuen, wenn es dazu Kommentare gibt.

 

NEWS

Vielleicht gibt es am 21. Oktober einen Stammtisch, bei dem wir auch die Vorhaben für 2022 besprechen können – wir werden dazu separat eine Einladung versenden – bitte um Anmeldungen dazu. Jetzt werden schon Ausschreibungen für 2022 zugesandt, dietwart  hat gebeten eine Ausschreibung als PDF bei diesem Newsletter anzuhängen – hiermit geschehen. Wer auch Ausschreibungen bekommt, die vielleicht für den Club interessant sind, bitte einfach zusenden, sie werden bei den folgenden News angehängt.

 

Hier die restliche Planung für 2021

 

OKTOBER

01. -03.                   Freitag bis Sonntag           FIGARO DAYs – 30. Jahresfeier zur Oldtimerweihe

Ziel der Landgasthof Schafhof bei Amorbach – Start ist in der Villa Grün in Sulzemoos um 9.00 Uhr oder man kommt zum Mittagessen um 12.30 Uhr nach Dinkelsbühl.

Gemeldet: schorsch, barry, colleen, klaus, uli, fritz & helmut, harald

 

10.                          10-Seen Rallye                           Organisiert von Pascal Kapp

 

14. - 17.        Donnerstag - Sonntag                 HERBSTFAHRT - ACHTUNG TERMINÄNDERUNG

Neues Ziel ist der Domhof in Speyer - Strecke ab München Landstrasse ca. 326 Km – harald, helmut, schorsch2 & uli übernachten deshalb am 13. 10. in der Jagstmühle in Heimhausen .

 

STAMMTISCH – vielleicht am 21. Oktober – wir werden berichten

 

NEUE FAHRZEUGE IM FkA – im Moment keine neuen Informationen

 

Also seid fröhlich und bleibt gesund

 

                                                                                                                                                                                                                                                Grüße    Oberlemminge                  

 

 

 

 Harald sucht Perspektiven....

 

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Freundeskreis klassischer Automobile